Die Hamburger Energienetze bereiten die bestehende Erdgasleitung für den Wasserstofftransport vor. Die Leitung verläuft fünf Meter unter dem Grund der Süderelbe in der Nähe der Kattwykbrücke. Der sogenannte Düker besteht aus betonummantelten Stahlleitungen, von denen eine Erdgas transportiert und die andere künftig für Wasserstoff genutzt werden soll.
Ein Spezialunternehmen hat die 450 Meter lange Dükerleitung gereinigt und mit Hightech-Molchen geprüft. Druckluft treibt die länglichen Geräte durch die 30 Zentimeter dicken Stahlrohre.
Zunächst befreite ein vier Meter langer Reinigungsmolch die Rohrinnenwände der Erdgasleitung von Staubablagerungen und Rückständen. Anschließend folgten zwei Mess-Molche. Der erste nutzt Ultraschall-Sensortechnik und liefert präzise Daten zu den Wandstärken des Stahls. Ein zweiter Molch mit Magnet-Resonanztechnik analysiert den Korrosionszustand und die Materialbeschaffenheit der Leitungen.
Messergebnisse bestimmen weitere Instandsetzungsarbeiten
Michael Dammann, Technischer Geschäftsführer der Hamburger Energienetze, sieht Vorteile in der Umwidmung: „Die bestehende Leitung für Wasserstoff fit zu machen, spart Bauzeit und Investitionskosten. Aktuell überprüfen wir aber zunächst die Integrität des Jahrzehnte alten Leitungsabschnitts, damit unser Wasserstoffnetz ebenso sicher und zuverlässig läuft, wie unsere anderen Energienetze.“
Das Unternehmen bezog auch den Rohrstrang ein, der weiterhin Erdgas transportiert. Die Gasversorgung im Hafengebiet nördlich der Süderelbe erfolgte vorübergehend über zwei weitere Elbquerungen bei der Köhlbrandbrücke und den Elbrücken.
Der Verteilnetzbetreiber wertet nun alle Messergebnisse aus. Auf Basis dieser Daten leitet er dann die gegebenenfalls notwendigen Instandsetzungsarbeiten ein. Der Wasserstoff soll im Kattwyk-Düker künftig mit einem Druck von rund 25 Bar strömen.










