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Hochdruck-Wasserstoff: Neue Partnerschaft zielt auf Lösungen für 900-bar

Der Heidenheimer Technologiekonzern Voith und der Kompressoren-Hersteller Mehrer Compression haben eine strategische Partnerschaft im H2-Bereich bekannt gegeben. Die Kooperation zielt auf die Entwicklung von Kompressoren für Wasserstoffanwendungen. Dabei wollen die Unternehmen insbesondere Komponenten für den Hochdruck-Bereich (bis 900) anbieten.

von | 11.11.24

Ralf Geßlein, CEO Voith Turbo Industry, und Jörg-Peter Mehrer, Geschäftsführender Gesellschafter der Mehrer Compression GmbH, am Voith Standort in Crailsheim
© Voith
Hochdruck

Die Zusammenarbeit für Hochdruck-H2-Technik vereine komplementäre Expertisen, meldete Voith am Mittwoch (6. November). So bringe Mehrer Compression mehr als 130 Jahre Erfahrung in der ölfreien Verdichtung in die Partnerschaft ein und gelte in diesem Bereich als „Hidden Champion“. Das Balinger Unternehmen sei auf die Verdichtung von Prozessgasen spezialisiert und produziere vor allem ölfreie Kolben- und Membrankompressoren.

Das baden-württembergische Traditionsunternehmen Voith steuere Know-how aus der Öl- und Gas-Branche bei und paare dies mit globaler Marktpräsenz und industrieller Fertigungsexpertise. Der Technologiekonzern verfüge zudem über Erfahrung mit hydraulischen Antriebssystemen und habe bereits erfolgreich H2-Projekte realisiert. Ein Beispiel ist das im Dezember 2023 EU-weit zugelassene Plug & Drive H2-Speichersystem für Schwerlastfahrzeuge, für das Voith mit einem chinesischen Unternehmen ein Joint Venture zur weltweiten Vermarktung plant. Anfang des Jahres hatte der Maschinenbauer erstmals Wasserstofftanks vom Typ IV präsentiert, die für den Schwerlastverkehr konzipiert sind.

Die Kooperation fokussiert sich auf drei Anwendungsfelder:

  • Pipeline-Kompression
  • Trailer-Abfüllung
  • Tankstelleninfrastruktur

Hochdruck-Technologie bis 900 bar

Als besonders vielversprechend gilt die geplante Entwicklung von H2-Hochdrucklösungen bis 900 bar. Sie ergänzen das bestehende Portfolio von Voith um mechanische Kompressoren für Wasserstoffanwendungen.

„Die Partnerschaft ist ein bedeutender Schritt in unserer Strategie, neue innovative und nachhaltige Lösungen für die Industrie zu entwickeln“, so Ralf Geßlein, CEO Voith Turbo Industry. Die Zusammenarbeit der Familienunternehmen solle dabei nicht nur die Effizienz und Sicherheit der Wasserstoffkompression verbessern, sondern auch den ökologischen Fußabdruck optimieren.

Die strategische Allianz kommt für die Wasserstoffwirtschaft zu einem passenden Zeitpunkt. Der Aufbau einer flächendeckenden H2-Infrastruktur, wie sie mit dem Kernnetz vorgesehen ist, erfordert effiziente Kompressortechnologien. Die Entwicklung von H2-Hochdrucklösungen bis 900 bar könnte dabei besonders für die Bereiche Mobilität und industrielle Anwendungen entscheidend sein.

 

(Quelle: Voith/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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