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HY-5: Fünf Bundesländer fördern Wasserstoffwirtschaft

Die Wirtschaftsförderorganisationen der norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich zur grünen Wasserstoffinitiative HY-5 zusammengeschlossen. Die neue Standortinitiative verfolgt das Ziel, Norddeutschland zur stärksten Zukunftsregion für grünen Wasserstoff im Herzen Europas zu machen und die Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff zu vervollständigen. Gemeinsam wollen die Bundesländer Synergien für die Standortkommunikation schaffen und Norddeutschland […]

von | 02.12.20

Quelle: Pixabay
Quelle: Pixabay

Die Wirtschaftsförderorganisationen der norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich zur grünen Wasserstoffinitiative HY-5 zusammengeschlossen. Die neue Standortinitiative verfolgt das Ziel, Norddeutschland zur stärksten Zukunftsregion für grünen Wasserstoff im Herzen Europas zu machen und die Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff zu vervollständigen. Gemeinsam wollen die Bundesländer Synergien für die Standortkommunikation schaffen und Norddeutschland als Hotspot auf der europäischen Wasserstoff-Landkarte etablieren.

HY-5: Norddeutschland besitzt Standortvorteile

Eine aktuelle OECD-Studie bestätigt, dass Norddeutschland besonders für den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft geeignet ist. So besitzt die Region einzigartige Standortvorteile zur Erzeugung erneuerbarer Energien und ein großes Abnahmepotenzial von grünem Wasserstoff – vor allen bei den ansässigen Industrieunternehmen. Die fünf Bundesländer vereint ein Höchstmaß an Erfahrung und Know-how im Bereich nachhaltiger Technologien und Energien sowie eine leistungsstarke Infrastruktur. Die Expertise soll nun im Schulterschluss mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Politik in die Herstellung und kommerzielle Nutzung grünen Wasserstoffs einfließen. Schon seit 30 Jahren wird in der Region an Wasserstofftechnologien geforscht und Initiativen auf Landesebene haben seit langem wichtige Netzwerke etabliert, die das Thema wirtschaftlich, wissenschaftlich und politisch vorantreiben.

In der Region, die so groß wie Dänemark und die Niederlande zusammen ist, leben 15 Millionen Menschen, die ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von mehr als 600 Millionen Euro erwirtschaften und damit den 7. Platz im EU-Länder-Ranking belegen würden. Norddeutschland liegt im Zentrum zukünftiger Wasserstoffmärkte entlang der europäischen Nord- und Ostseeküste. Auf 2.400 Küstenkilometern sichern zahlreiche On- und Offshore-Windenergieanlagen sowie eine hohe Anzahl von Solargeneratoren die Versorgung mit grüner Energie, von dem ein Teil aufgrund von Netzengpässen heute noch ungenutzt bleibt.

Grüne Wasserstoffwirtschaft bis 2035

Die Initiative HY-5 macht sich dafür stark, dass sich weitere Unternehmen, Think Tanks, Forschungseinrichtungen und Start-ups in Norddeutschland ansiedeln, um so gemeinsam mit den Stakeholdern vor Ort Lösungen für grünen Wasserstoff zu entwickeln. Bis 2035 soll in Norddeutschland eine grüne Wasserstoffwirtschaft entstehen. Geplant ist laut Norddeutscher Wasserstoffstrategie, dass bereits 2025 mindestens 500 Megawatt Elektrolyseleistung zur Erzeugung von grünem Wasserstoff installiert sind, bis 2030 soll die Leistung auf mindestens fünf Gigawatt und somit um den Faktor 10 steigen.

In sechs von der Bundesregierung geförderten Reallaboren arbeiten Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Start-ups an zukunftsweisenden Wasserstoffprojekten, die Themenfelder wie die Dekarbonisierung der Industrie, Sektorenkopplung oder Elektrolyse beinhalten. Zu den Standortvorteilen zählen über ein Dutzend Seehäfen mit Logistik- und Importterminals, die ihre Kapazitäten für den Import von Wasserstoff ausbauen wollen. Eine Wasserstoffpipeline, geologische Untergrundformationen wie Speicherkavernen und eine ausgebaute Erdgasnetzinfrastruktur bieten zudem beste Bedingungen für Zwischenspeicherung und Transport. Nicht zuletzt gibt es potenzielle Abnehmer in zahlreichen Schlüsselindustrien – die von der Stahlindustrie, der Chemieindustrie, der Automobilindustrie, dem Flugzeug- oder Schiffbau über die Medizintechnik und die Pharmaindustrie bis zur Lebensmittelindustrie reichen. Auch die Landwirtschaft bietet Abnahmepotenzial.

 

Derzeit arbeiten im Radius von gut 200 Kilometern Wissenschaftler an zwei Dutzend Universitäten und Fachhochschulen, über 20 Fraunhofer-Instituten, Helmholtz-Zentren, den Energieforschungsverbünden oder der DLR. An der norddeutschen Wasserstoffstrategie sind mehrere hundert Unternehmen beteiligt, u.a. Siemens, Shell, Total, ArcelorMittal, Aurubis, Alstom, Continental, Salzgitter AG, Linde, VW, Bosch, MAN und EWE genauso wie innovative Start-ups und Spezialisten wie GP Joule, HYPION oder APEX Energy.

 

(Quelle: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH)

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