Das System stellt nach eigenen Angaben die erste kommerzielle Einführung der M-Class Hybrid-AEM-Elektrolyseure von P2H2 dar. Das 0,5-MW-System basiert auf 250-kW-Stackmodulen und ist laut Unternehmen das weltweit erste Projekt, das Stacks dieser Größe einsetzt. Nach der Inbetriebnahme soll es das erste AEM-System sein, das erneuerbare Wasserstoffproduktion in einer Industriehafenumgebung unter realen Betriebsbedingungen demonstriert.
Das Projekt am Hafen Antwerpen-Brügge wird vom 2017 gegründeten Innovationsprogramm „Free Electrons“ unterstützt. Das Programm wird von Versorgungsunternehmen getragen, darunter American Electric Power Company Inc., Energias de Portugal SA (EDP), der deutsche Energiekonzern E.ON SE, das irische Elektrizitätsunternehmen Electricity Supply Board (ESB), der australische Energieversorger Origin Energy sowie das chinesische Energieversorgungsunternehmen CLP Group.
Materialwahl soll CAPEX reduzieren
Die Technologie setzt auf kostengünstigere Materialien wie Stahl und Nickel anstelle der teureren Edelmetalle, die in PEM-Elektrolyseuren (Protonenaustauschmembran) zum Einsatz kommen. Laut Unternehmen können, im Zusammenspiel mit der Leistung, die CAPEX-Kosten damit im Vergleich zu vergleichbaren PEM-Systemen um bis zu 65 Prozent gesenkt werden. Das System sei zudem auf einen dynamischen Betrieb ausgelegt und soll in unter 50 Millisekunden auf Laständerungen reagieren. Damit soll dann der Kompressionsbedarf gesenkt werden.
Anlage soll kommerzielle Wasserstoffnachfrage bedienen
Mit dem Projekt im Hafen Antwerpen-Brügge soll die kommerzielle Wasserstoffnachfrage in der Region sowohl im Mobilitätsbereich als auch in industriellen Anwendungen bedient werden. Ein zentraler Abnehmer bei der Markteinführung sei anfangs Holthausen Clean Technology, ein regionaler Anbieter von Industriegasen und wasserstoffbetriebenen Lkw. Mit dem Elektrolyseursystem sollen ab dem ersten Betriebsjahr kommerzielle Einnahmen generiert sowie im Laufe der Zeit weitere Kunden bedient werden. Paul Matter, CEO von P2H2, erklärte, das Projekt diene als Blaupause für die Ausweitung der Umsetzung in ganz Europa.
Die Inbetriebnahme des Systems ist für September geplant.











