Die wasserstoffbetriebenen Busse der Österreichischen Postbus AG sollen schrittweise in den regionalen Linienbetrieb in Kärnten integriert werden. Die 35 Fahrzeuge seien für lange sowie topografisch anspruchsvolle Überlandstrecken rund um Villach vorgesehen.
Den grünen Wasserstoff liefere eine Elektrolyseanlage des Energieunternehmens Kelag Energie (Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft) in Arnoldstein. Die Anlage wurde im April eröffnet und verfügt über eine Leistung von bis zu 3 MW. Betankt werden sollen die Fahrzeuge dann an einer neu errichteten Wasserstoff-Tankstelle am Postbus-Standort in Villach. Dorthin sollen jährlich rund 140 Tonnen Wasserstoff angeliefert werden.
Busse für Überlandstrecken technisch angepasst
Für den Regionalverkehr gelten andere Anforderungen als für den Stadtverkehr. Die Busse wurden dementsprechend technisch angepasst: Laut Hersteller verfügen sie unter anderem über einen Zentralmotor mit 410 kW Peak-Leistung sowie eine Pufferbatterie mit 117 kWh. Damit sollen Reichweite und Effizienz im Überlandbetrieb verbessert werden. Nach Unternehmensangaben erreichen die Fahrzeuge Reichweiten von bis zu 400 Kilometern. Jeder Bus könne zudem rund 40 Kilogramm Wasserstoff speichern.
28 Millionen Euro Fördermittel für das Projekt DeCarB
Umgesetzt werde die Busflotte im Rahmen des Projekts DeCarB – Decarbonising Carinthian Bus Transport gemeinsam vom Bundesland Kärnten und einem Partnerkonsortium aus dem Verkehrsverbund Kärnten GmbH sowie dem Energieunternehmen Gutmann GmbH, Kelag Energie und Österreichische Postbus. Insgesamt wurden dafür 28 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt.
Der reguläre Linienbetrieb soll im Juni starten.
Bestandteil der Green-Economy-Strategie
Der Ausbau wasserstoffbasierter Mobilität ist Teil der Green-Economy-Strategie des Bundeslandes. Rund 300 Unternehmen arbeiten in der Green Tech Valley Cluster GmbH an Technologien in den Bereichen erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und industrielle Dekarbonisierung. Im Mittelpunkt stehen dabei Kärnten und die Steiermark.
Kärnten erzeugt nach eigenen Angaben bilanziell 100 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen, insbesondere aus Wasserkraft.







