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Knotenpunkt der Wasserstoffzukunft: Gasunie wird Stiftungsmitglied bei H2Global

Das niederländische Energie-Infrastruktur-Unternehmen Gasunie tritt H2Global bei. Gasunie wird Know-How in Sachen Transport, Speicherung und Import von grünem Wasserstoff in die Stiftung einbringen.

von | 03.08.22

(Quelle: Gasunie)
(Quelle: Gasunie)

03. August 2022 | Das niederländische Energie-Infrastruktur-Unternehmen Gasunie tritt H2Global bei. Gasunie wird Know-How in Sachen Transport, Speicherung und Import von grünem Wasserstoff in die Stiftung einbringen.

Das Unternehmen entwickelt bereits das Wasserstoffnetz HyPerLink, das Dänemark und die Niederlande über Norddeutschland hinweg verbindet. Darüber hinaus realisiert Gasunie mit anderen Unternehmen das Leitungsprojekt AquaDuctus, das bis zu einer Mio. Tonnen Wasserstoff jährlich vom Produktionsort in der Nordsee zum Festland transportieren soll.

Die rasant an Bedeutung gewinnende H2Global-Stiftung unterstützt den Markthochlauf von grünem Wasserstoff. Damit will sie zur Dekarbonisierung der Wirtschaft ebenso beitragen wie zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstufen aus Russland. Dafür fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die künftige Bereitstellung von grünem Wasserstoff durch die H2Global-Initiative mit 900 Mio. Euro.

Das BMWK stellt der HINT.CO GmbH, einem Tochterunternehmen der H2Global-Stiftung, Mittel für den wettbewerbsbasierten Doppelauktionsmechanismus bereit, die als Intermediär zwischen Angebot- und Nachfrage agiert.

 

Die Projekte HyPerLink Und Aqua Ductus (Quelle: Gasunie)

Gasunie: „Player im Kontext der Energiewende“

Gasunie hat sich die Energiewende zum Ziel gesetzt und entwickelt sich dafür von der Gasdrehscheibe Nordwesteuropas zum Anbieter für Infrastrukturlösungen. Beim Aufbau einer Infrastruktur für Wasserstoff zählt Gasunie bereits zu den führenden Unternehmen in Europa.

„Mit zahlreichen anstehenden Projekten rund um den Transport, der Import und die Speicherung von Wasserstoff gehört Gasunie zu den wichtigsten europäischen Playern im Kontext der dringend benötigten Energiewende“, erklärt H2Global-Vorstand Markus Exenberger anlässlich des Stiftungs-Beitritts. „Im Dienst des Klimaschutzes und der sicherheitspolitisch bedeutsamen Versorgungsunabhängigkeit wächst Europa noch einmal auf völlig neue Weise zusammen. Das gilt auch für unserer Stiftung, die den Markt für grünen Wasserstoff und seine Derivate über Landesgrenzen hinaus fördern will und zum länderübergreifenden Ziel erklärt hat.“

Kapazitätsgewinn für den Wasserstoffhochlauf

Gasunie ist das jüngste einer Reihe von prominenten europäischen Stiftungsmitgliedern. Zuletzt haben sich mehrere Unternehmen zu den gemeinsamen Zielen der H2Global-Stiftung bekannt. Neben deutschen Unternehmen wie Siemens Energy Global GmbH, die Thyssenkrupp AG oder die Deutsche Bank AG haben sich jüngst auch europäische Unternehmen wie der Mega-Hafen Port of Antwerp-Bruges oder das französische IPP-Unternehmen für erneuerbare Energien Total Eren der Stiftung angeschlossen.

Exenberger: „Noch ist es nicht möglich, sämtliche benötigte Energie aus hiesigen erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Zudem liegen die Preise für PtX-Produkte deutlich über denen fossiler Brennstoffe. Trotz dieser Schieflage schon jetzt einen Markthochlauf für grünen Wasserstoff herzustellen, bleibt deshalb vordringlichstes Ziel von H2Global u

nd aller beteiligter Unternehmen.“

Hierfür auktioniert ein Intermediär grünen Wasserstoff und Derivate zu einem möglichst günstigen Preis und verkauft diesen anschließend in Deutschland und Europa an den Höchstbietenden. Der voraussichtlich anfallende negative Differenzbetrag kann durch den Förderzuschuss des BMWK ausgeglichen werden.

Durch den Beitritt zur H2Global-Stiftung verbessert Gasunie die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und dem Privatsektor.

„Die Zusammenarbeit entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette ist entscheidend für die erforderliche Skalierung. Neben Transport, Speicherung und Import braucht es die lokale Produktion von Wasserstoff – sowohl an Land als auch auf See. Nur so lässt sich die industrielle Nachfrage bedienen und die bei Markthöchläufen typische Henne-und-Ei-Situation lösen“, sagt Han Fennema, Vorstandsvorsitzender von Gasunie.

 

(Gasunie/2022)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Hans Fennema, Vorstandsvorsitzender von Gasunie (Quelle: Gasunie)

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