Die Vereinbarung baut auf einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen Depenbrock und SSAB auf. Beide Unternehmen wollen emissionsarmes und ressourcenschonendes Bauen im internationalen Projektgeschäft fördern.
SSAB will durch die Veränderung der Produktionsweise die Emissionen senken und gemeinsam mit Kunden und Partnern eine fossilfreie Wertschöpfungskette schaffen. Die Stahlproduktion verursacht weltweit einen bedeutenden Anteil der industriellen CO₂-Emissionen. Für viele Bauprojekte bleibt Stahl aber wegen seiner hohen Zug- und Tragfestigkeit bei geringem Eigengewicht unverzichtbar.
Das deutsche Bauunternehmen Depenbrock will durch die Partnerschaft öffentlichen und privaten Auftraggebern ermöglichen, ihre Projekte nachhaltiger zu gestalten und dabei ökonomische und regulatorische Vorteile zu erzielen. Das Unternehmen helfe Kunden, ihre Ökobilanz zu optimieren und sich durch Nachhaltigkeitszertifikate bessere Finanzierungs- und Steuerkonditionen zu sichern.
Hybrit-Verfahren reduziert Emissionen um 98 Prozent
„Gerade im Ingenieur- und Wasserbau, wo die mechanische Beanspruchung und Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse besonders hohe Anforderungen stellen, können sich unsere hochwertigen Stahlprodukte bewähren“, sagt Tim Kalthaus, Business Area Manager, SSAB Europe.
Im Jahr 2021 produzierte SSAB als Machbarkeitsnachweis den weltweit ersten fossilfreien Stahl mithilfe der Hybrit-Technologie. Das Verfahren nutzt wasserstoffreduzierten Eisenschwamm und ersetzt die Hauptquelle der CO₂-Emissionen durch Wasser als Nebenprodukt.
Sobald der fossilfreie Stahl in kommerziellen Mengen verfügbar ist, sollen die Emissionen bei der Herstellung von SSAB fossilfreiem Stahl weniger als 0,05 kg CO₂ pro Kilogramm Stahl betragen. Dies entspricht den Scope 1, 2 und für Eisenerz im vorgelagerten Scope 3 des GHG-Protokolls.









