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Lhyfe Bretagne: Wasserstoffproduzent plant zweiten Standort in Frankreich

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Autor: Magnus Schwarz

22. Februar 2023 | Der französische Wasserstoffkonzern Lhyfe hat die Baugenehmigung für seinen zweiten Produktionsstandort in Frankreich erhalten. Das Unternehmen wird nach eigenen Angaben in Kürze mit den vorbereitenden Bauarbeiten für die Anlage im Département Morbihan, Bretagne, beginnen.

Das “Lhyfe Bretagne” genannte Projekt soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 in Betrieb gehen. Der erzeugte Wasserstoff wird primär im regionalen Mobilitäts- und Industriesektor Anwendung finden.

Die Gemeindeverwaltung Lorient Agglomération hat im Vorfeld ihren Bedarf an grünem Wasserstoff definiert. Laut Lhyfe wird sie als erste bretonische Gemeinde den am Standort produzierten Wasserstoff nutzen. Lhyfe Bretagne ist Teil des Projekts VHyGO, das von der ADEME, dem französischen Pendant der dena, unterstützt wird.

5 MW Wasserstoff pro Tag

Die Anlage befindet sich in der Gemeinde Buléon im Département Morbihan. Der Plan: Grünen Wasserstoff durch Elektrolyse unter Hinzuziehung lokaler Energie zu produzieren.

Rendering der geplanten Anlage (Quelle: Lhyfe)

Das Unternehmen aus der Region Nantes hat dazu ein etwa 6.800 m² großes Grundstück in der Nähe eines Windparks gefunden. Hier sollen bis zu 2 t (5 MW) Wasserstoff pro Tag entstehen. Durch seine zentrale Lage könnte der Strandort Kunden in einem Umkreis von ca. 150 km versorgen.

Konzept zur regionalen Sektorenkopplung

In der Region sollen zwei von HyGO betriebene Tankstellen den Wasserstoff von Lhyfe erhalten. So können 19 Busse und zwei Fahrgastschiffe mit Wasserstoff betrieben werden. Diese wasserstoffbetriebenen Busse sind laut Angaben von Lhyfe die ersten in Frankreich.

Neben dem Mobilitätssektor soll die Anlage weitere Elemente einer lokalen Wasserstoffwirtschaft unterstützen:

  • Entwicklung von industriellen Einsatzgebieten für grünen und erneuerbaren Wasserstoff (an Land wie zur See)
  • Ausbau des lokalen Ausbildungsangebots (Abschluss in Energie-, Elektro- und Wasserstofftechnik an der Universität der Südbretagne (UBS)),
  • Steigerung der Kompetenzen verschiedener Unternehmen im Bereich Wasserstoff (Bau, Betrieb und Wartung von Wasserstoffinfrastrukturen und insbesondere von Fahrzeugen und Booten),
  • Entwicklung öffentlicher Wasserstofftankstellen in der Bretagne.

“Energetische Umstellung” einer Region

Fabrice Loher, Präsident der Agglomeration Lorient und Bürgermeister von Lorient, sagte:

“Im Jahr 2023 wird der Ballungsraum Lorient seine ökologische und energetische Umstellung beschleunigen, die auf der Dekarbonisierung seines Land- und Seeverkehrs beruht.
Diese Umstellung ist notwendig, um die Energieversorgung und sogar die Souveränität unseres Gebiets zu gewährleisten. In diesem Jahr soll eine integrierte lokale Industrie für erneuerbaren Wasserstoff aufgebaut werden, von der Produktion bis zur Nutzung, einschließlich Forschung und Entwicklung, Innovation und Ausbildung. Die verschiedenen Bausteine dieses neuen strategischen Sektors werden derzeit eingerichtet.

 

Im Herbst nächsten Jahres werden die ersten sieben Wasserstoffbusse auf der Straße sein, die von der Wasserstoffproduktionsanlage in Buléon betankt werden. Gleichzeitig eröffnet die Ecole Nationale Supérieure d’Ingénieurs de Bretagne Sud (ENSIBS) den ersten Ingenieurstudiengang in Frankreich im Bereich “Energie und Wasserstoff” als Lehrberuf, um das Ausbildungsangebot der Region besser auf den künftigen Bedarf der Unternehmen im Energiesektor abzustimmen.”

Maud Augeai, Director of Territorial Development France bei Lhyfe, sagte:

“Das Projekt Vallée Hydrogène Grand Ouest (VHyGO), das darauf abzielt den Zugang zu grünem und erneuerbarem Wasserstoff in der Region Grand Ouest zu demokratisieren, ist ein hervorragender Vektor, um den Sektor zu beschleunigen […]. Grüner und erneuerbarer Wasserstoff ist heute eine Realität. Auf nationaler und europäischer Ebene werden zahlreiche Ökosysteme aufgebaut, an denen Lhyfe aktiv beteiligt ist.”

Die Anlage in der Bretagne sei Teil des Plans von Lhyfe , bis 2030 eine Gesamtproduktion von 3 GW zu erreichen.

 

(Quelle: Lhyfe/2023)

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