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Lhyfe plant 200-MW-Wasserstoffanlage im Chemiepark Delfzijl

Lhyfe plant den Bau einer groß angelegten Wasserstoffproduktionsanlage im Chemiecluster Delfzijl, Groningen, im Norden der Niederlande. Die 200-MW-Anlage wird eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 20.000 Tonnen erneuerbaren grünen Wasserstoffs erreichen.

von | 06.10.22

Lhyfe plant den Bau einer groß angelegten Wasserstoffproduktionsanlage im Chemiecluster Delfzijl
© PhotoGranary - stock.adobe.com
Clean Hydrogen Partnership, Wasserstofftechnologien, Wasserstoff

06. Oktober 2022 | Lhyfe plant den Bau einer groß angelegten Wasserstoffproduktionsanlage im Chemiecluster Delfzijl, Groningen, im Norden der Niederlande. Die 200-MW-Anlage wird eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 20.000 Tonnen erneuerbaren grünen Wasserstoffs erreichen.

Das entspricht 55 Tonnen pro Tag, die über einen Zeitraum von 10 Jahren 2,2 Millionen Tonnen CO2 ersetzen. Lhyfe hat sich bereits das erforderliche Grundstück und den Anschluss an die erneuerbaren Energien gesichert. Die Inbetriebnahme ist frühestens 2026 geplant.

„Delfzijl ist ein idealer Standort für die Produktion von grünem Wasserstoff, da es durch die vor der Küste gelegenen Offshore-Windkraftanlagen direkten Zugang zu erneuerbaren Energien hat. Groningen ist im Bereich Energiewende einer der Pioniere in Europa.

 

Ziel der Region ist es, das führende Hydrogen Valley Nordwesteuropas zu werden und eine komplette Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung bis zum Transport von grünem Wasserstoff aufzubauen. Wir unterstützen diese Entwicklung voll und ganz und sind stolz darauf, Teil dieses Weges zu sein“, sagte Luc Graré, Leiter von Mittel- und Osteuropa bei Lhyfe.

Wasserstoff in der Chemieindustrie

Delfzijl ist ein wichtiger Standort für die niederländische Industrie- und Chemieindustrie und bereits jetzt ein großer Verbraucher von Wasserstoff als chemischem Grundstoff. Dieser Bedarf wird in Zukunft noch erheblich steigen. Lhyfe kann Unternehmen bei ihren Dekarbonisierungsbemühungen unterstützen, indem es ihnen grünen Wasserstoff liefert, den das Unternehmen mit erneuerbarem Strom aus der Region in Verbindung mit Elektrolyseverfahren erzeugt.

Grüner Wasserstoff als Energieträger wird den Transport von offshore erzeugter Energie durch das Land unterstützen und dazu beitragen, ein bereits überlastetes Stromnetz zu entlasten.

 

Die Anlage von Lhyfe in Delfzijl wird somit in der Lage sein, grünen Wasserstoff in den gesamten Niederlanden sowie an potenzielle Abnehmer in Deutschland und anderen angrenzenden Ländern zu liefern“, so Graré.

Ein Backbone für die Niederlande

Die Niederlande wollen eines der europäischen Pionierländer auf dem Gebiet des grünen Wasserstoffs sein und ein Hydrogen Backbone im ganzen Land einrichten. Dieser soll auf der bestehenden Infrastruktur des Groninger Gasnetzes sowie einigen Verbindungen zu den Nachbarländern aufbauen.

In naher Zukunft wird eine Kaverne, die zur Speicherung von Wasserstoff entlang des Backbone entsteht, einen stetigen Fluss von grünem Wasserstoff zu den industriellen Abnehmern sicherstellen, falls an manchen Tagen keine erneuerbare Energie verfügbar ist.

Lhyfe arbeitet daran, den Markt für grünen Wasserstoff in vielen europäischen Ländern schnell zu erschließen. Lhyfe hat sich zum Ziel gesetzt, ein führender europäischer Hersteller von grünem Wasserstoff zu werden und strebt bis 2030 eine installierte Gesamtkapazität von 3 GW an. Um dieses Ziel zu erreichen, baut das Unternehmen in ganz Europa dezentrale Wasserstoff-Ökosysteme mit unterschiedlichen Anlagengrößen auf – darunter auch das Projekt in Delfzijl.

Die Projektdurchführung steht unter dem Vorbehalt der Erteilung der erforderlichen Betriebs- und Baugenehmigungen sowie der Entscheidung über finanzielle Investitionen.

 

(Lhyfe/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Chemiecluster Delfzijl (Quelle: Chemiepark Delfzijl)

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