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Lhyfe Bretagne: 16 Jahre Öko-Strom für neue Wasserstoffanlage

Die Energie aus einem Windpark in der Bretagne wird bald nur noch für die Erzeugung von Wasserstoff verwendet: Eine 5-MW-Anlage von Lhyfe soll bei Buléon in Betrieb gehen und täglich 2 t Wasserstoff produzieren. Geplanter Produktionsstart: Ende des Jahres.

von | 11.09.23

Der Windparkbetreiber will bis 2028 Anlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 35,6 GW betreiben
F. Henry/VSB ENERGIES NOUVELLES
F. Henry/VSB ENERGIES NOUVELLES

11. September 2023 | Die Energie aus einem Windpark in der Bretagne wird bald nur noch für die Erzeugung von Wasserstoff verwendet: Eine 5-MW-Anlage von Lhyfe soll bei Buléon in Betrieb gehen und täglich 2 t Wasserstoff produzieren. Geplanter Produktionsstart: Ende des Jahres.

Über die Lieferung des Stroms hat Wasserstoffproduzent Lhyfe einen Vertrag über 16 Jahre mit Betreiber VSB Energies Nouvelles unterzeichnet. 100 % der 13,2 MW Ökostroms sollen demnach für Lhyfes Wasserstoffproduktion zum Einsatz kommen. Das Unternehmen beginnt nun nach eigenen Angaben mit dem Bau einer Anlage.

Ende 2023 sei mit der Inbetriebnahme zu rechnen. Die täglich produzierten 2 t Wasserstoff sollen die Region mit grünem Wasserstoff für Mobilitäts- und Industrieprozesse versorgen.

„Neue Phase der Energiewende“

Zuvor versorgte der Windpark das südbretonische Départment Morbihan. Die witterungsbedingten Unterbrechungen der Stromerzeugung seien dabei oft ein Ärgernis gewesen. Dies ändere sich mit der Wasserstoffanlage, deren Bau Lhyfe im Februar angekündigt hatte. 

Rendering der bei Buléon geplanten Anlage (Quelle: Lhyfe)

Rendering der bei Buléon geplanten Anlage (Quelle: Lhyfe)

Mael Lagarde, Geschäftsführer und Eigentümer von VSB Energies Nouvelles: “Wir schaffen hier einem positiven Kreislauf und befinden uns in einer Win-Win-Situation. Die Versorgung einer Wasserstoffproduktionsanlage trägt zur Erzeugung grüner Energie bei und ist gleichzeitig die Antwort auf die Schwankungen von Windkraftanlagen und die Notwendigkeit der Energiespeicherung. Wir treten hier in eine neue Phase der Energiewende ein.”

Lhyfe sichere durch den Vertrag langfristig Ökostrom der für seine Produktion von grünem Wasserstoff unerlässlich ist: “Darüber hinaus stärken wir unser Netzwerk grüner Energielieferanten und festigen so unsere Position und unsere Produktionsweise”, so Matthieu Guesné, CEO und Gründer von Lhyfe.

8,435 t CO₂-Einsparung im Windpark Buléon

Der Windpark Buléon besteht aus sechs 110 m hohen Windturbinen von Anbieter Vestas. Die Leistung beträgt 2,2 MW pro Anlage. Die jährliche Gesamtkapazität von 13,2 MW entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 13.200 Einwohnern.

Eine solche Leistung entspricht 8.435 t vermiedenem CO₂-Ausstoß pro Jahr. VSB Energies Nouvelles hat das Projekt eigenständig realisiert und betreibt den Windpark als Privatunternehmen. Buléon ist einer von sechs Windparks, die VSB Energies Nouvelles in Morbihan betreibt. Insgesamt plant das Unternehmen 69,2 MW in Morbihan, 28,4 MW sind in Betrieb.

Lhyfe hatte diesem Jahr bereits mehrere Produktionsanlagen angekündigt, darunter eine bei Poitiers und eine an der deutsch-französischen Grenze bei Épinal.

(Quelle: Lhyfe/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Lhyfe Bretagne soll jährlich 730 t Wasserstoff produzieren

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