Lieferkette für Flüssigwasserstoff soll über Hamburg entstehen

Die Daimler Truck Holding AG, die MB Energy Holding GmbH & Co. KG und Kawasaki Heavy Industries Ltd. haben eine Vereinbarung zum Aufbau einer Lieferkette für verflüssigten Wasserstoff nach Europa unterschrieben. Die Infrastruktur soll über dem Hamburger Hafen entstehen. Ziel ist es, den kommerziellen Betrieb für die Versorgung mit H2 Anfang der 2030er Jahre zu starten.

von | 12.05.26

V.l.n.r.: Volker Ebeling (MB Energy), Kei Nomura (Kawasaki Heavy Industries), Senatorin Dr. Melanie Leonhard (Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, Hamburg), Dr. Manfred Schuckert (Daimler Truck).
© Daimler Truck AG
Lieferkette für Flüssigwasserstoff soll über Hamburg entstehen

Das Joint Development Agreement (JDA) wurde im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstags geschlossen: Vom 8. bis zum 10. Mai wurde der 837. Geburtstag des Hafens gefeiert. Laut Unternehmensangaben wollen die Partner ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen und zunächst Studien zur Lieferkette für den Flüssigwasserstoff durchführen.

Unternehmen wollen Erfahrungen bündeln

Die beteiligten Unternehmen decken verschiedene Bereiche der Wertschöpfungskette ab. So verfügt MB Energy nach eigenen Angaben über Erfahrung in der Kraftstoffbeschaffung, im Handel und in der Logistik sowie über bestehende Lieferstrukturen. Daimler Truck plant hingegen, ab Ende 2026 erste Brennstoffzellen-Lkw im Einsatz zu haben. Kawasaki Heavy Industries will zudem seine Erfahrungen in der Entwicklung von Infrastrukturkomponenten einbringen.

Kooperation baut auf bestehender Absichtserklärung auf

Das JDA knüpft an eine bestehende Absichtserklärung zum Aufbau einer deutsch-japanischen Wasserstofflieferkette an. Im Oktober 2025 hatten Daimler Truck, Kawasaki Heavy Industries sowie das Logistikunternehmen Hamburger Hafen und Logistik AG im Rahmen der Fachmesse „Hydrogen Technology World Expo“ in Hamburg ein gemeinsames Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Ziel dieses MoU war es, den Aufbau einer Lieferkette für grünen Flüssigwasserstoff über den Hamburger Hafen nach Europa zu prüfen.

Nach Angaben von Daimler Truck ist eine Versorgung mit flüssigem Wasserstoff relevant für die Skalierung von wasserstoffbetriebenen Lkw in Europa. Denn für den Schwerlastverkehr würde flüssiger Wasserstoff die Energiedichte und operative Flexibilität für Langstreckeneinsätze bieten.

 

(Quelle: Daimler Truck AG/2026)

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