Der deutsche Elektrolyse-Hersteller Sunfire plant, einen Elektrolyseur nach Cartagena zu liefern. Dort wollen das Mineralölunternehmen Repsol S.A. (Repsol) und der Hersteller erneuerbarer Gase Enagás Renovable, S.A. (Enagás Renovable) die Anlage in der Nähe des Industriekomplexes von Repsol installieren. Einen weiteren Elektrolyseur will Sunfire nach Muskiz liefern. Diese Anlage ist für die Raffinerie des Petrochemieunternehmens Petróleos del Norte, S. A. (Petronor) vorgesehen, die sich im Besitz von Repsol und der spanischen Bank Kutxabank befindet.
Beide Elektrolyseanlagen sollen jeweils eine Leistung von 100 MW umfassen und mit je zehn alkalischen Druckelektrolyse-Modulen des deutschen Unternehmens versorgt werden. Die Druckelektrolyse-Module verfügen über je 10 MW Leistung.
Einbindung in Raffineriebetriebe
Die Anlagen sollen in bestehende Raffineriebetriebe integriert und in die regionale Wasserstoffinfrastruktur eingebunden werden. Nach der geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2029 soll jede 100-MW-Anlage jährlich bis zu 15.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren.
Der Wasserstoff ist für den Einsatz in den Industriekomplexen von Repsol vorgesehen, um dort die CO₂-Bilanz der Kraftstoffproduktion zu senken. Pro Anlage werden jährliche CO₂-Einsparungen von bis zu 167.000 Tonnen erwartet.
Vorherige Lieferung nach Spanien
Sunfire hatte bereits zuvor einen 10-MW-Druckalkalielektrolyseur an das Projekt „Basque Hydrogen“ von Petronor, Enagás Renovable und der Energieagentur Energiaren Euskal Erakundea / Ente Vasco de la Energía geliefert. Das Projekt wird derzeit im Hafen von Bilbao installiert.
Der CEO des Elektrolyse-Herstellers Nils Aldag erläutert: „Spanien bietet hervorragende Voraussetzungen für grünen Wasserstoff, und wir haben dieses Potenzial früh erkannt. Wir sind stolz darauf, dass Repsol sich erneut für unsere bewährte alkalische Drucktechnologie zur Produktion von erneuerbarem Wasserstoff in großem Maßstab entschieden hat. Gemeinsam stärken wir die führende Rolle Spaniens im Bereich grüner Wasserstoff.“
Beitrag zu Spaniens Dekarbonisierungszielen
Mit den beiden Anlagen ist ein Beitrag zu Spaniens Dekarbonisierungszielen bis zum Jahr 2030 vorgesehen. Gleichzeitig sollen sie die Entwicklung des Marktes für erneuerbaren Wasserstoff ausbauen.










