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Lubmin: Pläne für weltweit erstes H2-Offshoreterminal stehen fest

An der Ostseeküste bei Lubmin soll das weltweit erste schwimmende Importterminal für Wasserstoff entstehen. Dazu haben der LNG-Terminal-Betreiber Deutsche ReGas und der Energieversorger Höegh LNG eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Das „H2-Importterminal Lubmin“ soll grünes Ammoniak in einem industriellen Maßstab zu Wasserstoff umwandeln, der dann via Pipeline an Land transportiert wird.

von | 02.07.24

In Lubmin soll Deutschlands erstes Wasserstoff-Importterminal entstehen
© Höegh LNG, 2024
H2-Importterminal

2. Juli 2024 | An der Ostseeküste bei Lubmin soll das weltweit erste schwimmende Importterminal für Wasserstoff entstehen. Dazu haben der LNG-Terminal-Betreiber Deutsche ReGas und der Energieversorger Höegh LNG eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Das „H2-Importterminal Lubmin“ soll grünes Ammoniak in einem industriellen Maßstab zu Wasserstoff umwandeln, der dann via Pipeline an Land transportiert wird.

Das H2-Importterminal soll Anfang 2026 den Betrieb aufnehmen, meldete die Deutsche ReGas am Donnerstag (28. Juni). Als weltweit erster Offshore-Ammoniak-Cracker könne es bis zu 30.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr erzeugen. Deutsche Regas will den Wasserstoff nach der Freisetzung über einen bestehenden Einspeisepunkt am unternehmenseigenen Terminal im Hafen von Lubmin in das geplante Wasserstoff-Kernnetz einspeisen.

Die Technologie für den schwimmenden Ammoniak-Cracker stammt vom norwegischen Höegh-Konzern. Für das auf LNG-Technologie spezialisierte Unternehmen ist das geplante Ammoniak-FSRU (Floating Storage Regasification Units) ein Pilotprojekt. Deutsche ReGas will in dem Verbund die Onshore-Terminal-Infrastruktur bereitstellen und die Gesamtkoordination des Projekts übernehmen, einschließlich der notwendigen Genehmigungsverfahren sowie der Vermarktung der Importkapazitäten am Terminal.

Deutsche ReGas-Geschäftsführer Ingo Wagner sagte, das Abkommen mit Höegh LNG eröffne ein „bedeutendes neues Kapitel sowohl in der deutschen Energiewende-Strategie als auch in der Entwicklung unseres Unternehmens:“ Das H2-Import-Terminal Lubmin sei ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung industrieller Regionen in Ost- und Süddeutschland.

„Bedeutendes Kapitel in der Energiewende“

Zudem unterstreiche es die Position des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommerns als grüner „Energie-Hotspot“. In Lubmin sollen verschiedene Lieferketten für grünen Wasserstoff zusammenlaufen, so plant Gascade hier eine Anbindungsleitung für grünen Wasserstoff, der am Terminal Mukran anlandet. Darüber hinaus planen Wasserstoff-Produzenten wie HH2E den Bau großer Produktionskapazitäten am Standort Lubmin.

„Der Import von Wasserstoff von globalen Produzenten aus Übersee ist entscheidend für die industrielle Dekarbonisierung. Durch die Anpassung bestehender maritimer Infrastrukturelemente mit unserer innovativen Crack-Lösung können wir innerhalb der nächsten Jahre Zugang zu kostengünstigem Wasserstoff bieten„, ergänzte Erik Nyheim, CEO von Höegh LNG.

 

Das Fachwissen, die Technologie und die Infrastrukturelemente sind bereits vorhanden, und wir freuen uns, mit Deutsche ReGas zusammenzuarbeiten, um dieses Projekt zu realisieren und die Energiewende in Deutschland zu beschleunigen.“

 

H2-Importterminal

Gesamtansicht des geplanten H2-Terminals (© Höegh LNG, 2024)

 

 

(Quelle: Deutsche Regas/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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