VNG und Bayernets wollen mit internationalen Partnern den Aufbau einer Pipeline-Infrastruktur von Algerien nach Europa vorantreiben. Das Projekt ALTEH2A (Algeria to Europe Hydrogen Alliance) wurde im Oktober 2024 durch eine Absichtserklärung gegründet. Die Partner wollen nun die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer Wasserstoff-Produktion in Algerien prüfen. Sie bewerten den Transport über den geplanten SoutH2 Corridor.
Die nun gestartete Machbarkeitsstudie soll bis Mitte 2026 Produktionsstandorte für Wasserstoff in Algerien ermitteln, mögliche Trassenführungen und Marktpotenziale in Europa analysieren. Erste Ergebnisse sollen im zweiten Halbjahr 2026 vorliegen.
VNG-CEO Ulf Heitmüller betonte die Bedeutung für die Versorgungssicherheit und die Dekarbonisierung der Industrie. Der Sonatrach-CEO Nour Eddine Daoudi verwies auf die natürlichen Ressourcen, die Energieinfrastruktur und die geografische Lage Algeriens. Das Land will im ALTEH2A-Projekt die Potenziale nutzen und den europäischen Markt über den SoutH2 Corridor beliefern. Damit will sich Algerien als Zentrum für Produktion und Export von Wasserstoff positionieren.
SoutH2 Corridor verbindet vier Länder
Bayernets entwickelt gemeinsam mit GCA, TAG und Snam den SoutH2 Corridor. Die fertiggestellte Pipeline soll sich über 3.300 Kilometer erstrecken und Nordafrika mit Italien, Österreich und Deutschland verbinden. Die Europäische Kommission hat die Einzelprojekte als „Project of Common Interest (PCI)” eingestuft. Im Januar 2025 unterzeichneten Algerien, Tunesien, Italien, Österreich und Deutschland eine politische Erklärung zur Unterstützung des Korridors.
Die „Success Factors for Hydrogen Pipeline Import from Algeria”-Veranstaltung am 12. November in Berlin thematisierte die wirtschaftlichen Chancen der Energiekooperation zwischen Europa und Nordafrika. Die Diskussionen behandelten den Aufbau von Importkorridoren und Abnahmeverträgen.










