Marktabfrage zum Bedarf von H2-Speicherkapazitäten gestartet

Am 14. April hat der Interessenverband Initiative Energien Speichern e.V. (INES) mit der Marktabfrage MAHS (Market Assessment for Hydrogen Storage) begonnen. Ziel ist es, erneut den Bedarf an Wasserstoffspeicherkapazitäten in Deutschland zu erheben. Die Ergebnisse sollen als Basis für Investitionsentscheidungen sowie die Gestaltung von Markt- und Regulierungsbedingungen dienen.

von | 16.04.26

Die MAHS fokussiert den Wasserstoffspeicher-Bedarf in Deutschland
© Adobe Stock / atha_lintar
Marktabfrage zum Bedarf von H2-Speicherkapazitäten gestartet

Die Marktabfrage läuft noch bis zum 5. Juni. Zur Teilnahme ist eine Registrierung erforderlich, die auf der Homepage des Interessenverbands erfolgt. Nach Prüfung der Registrierung auf Plausibilität würden die Teilnehmenden einen individuellen Zugangslink erhalten.

Teilnahme auf Deutsch oder Englisch möglich

An der MAHS könnten alle Unternehmen aus dem In- und Ausland teilnehmen, die beabsichtigen, künftig Wasserstoff in Deutschland zu speichern. Dazu zählen Importeure, Handelsakteure, Netzbetreiber, Industrieunternehmen sowie Stadtwerke.

Eine Teilnahme sei sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch möglich. Auch Unternehmen, die ihren Wasserstoffspeicherbedarf noch nicht quantitativ abschätzen können, könnten teilnehmen. Neben der direkten Angabe von Bedarfen biete die Marktabfrage auch die Möglichkeit, Anforderungen über Angaben zu Wasserstoffaufkommen und -verwendung zu erfassen.

Abfragestrukturen wurden differenziert

Nach der erstmaligen Durchführung im Jahr 2024 wurde die MAHS nach Angaben von INES weiterentwickelt. So würden zum ersten Mal die Entwicklungen der letzten zwei Jahre erfasst werden. Zudem wurden laut Interessensverband die Abfragestrukturen in Bezug auf Speicherbedarf, Wasserstoffaufkommen und -verwendung weiter differenziert.

Die MAHS soll damit bestehende Szenarien durch eine marktorientierte Bottom-Up-Analyse ergänzen.

Entscheidungsgrundlage für Wirtschaft und Politik

Anlässlich des Umfrage-Starts erläutert Sebastian Heinermann, Geschäftsführer von INES: „Die MAHS trägt dazu bei, bestehende Unsicherheiten im entstehenden Wasserstoffmarkt zu reduzieren und schafft eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Politik und Wirtschaft. Auf Basis der erhobenen Bedarfe können Investitionen in Wasserstoffspeicher gezielter erfolgen und der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur effizienter unterstützt werden. Entscheidend wird dafür sein, dass die Ergebnisse auch in einen geeigneten Markt- und Regulierungsrahmen übersetzt werden, der Investitions- und Planungssicherheit für Speicherbetreiber gewährleistet.“

 

(Quelle:  Initiative Energien Speichern e.V./2026)

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