Demofahrt eines wasserstoffbetriebenen Motorrads
Kawasaki hat im März 2023 das Projekt eines Motorrads mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor gestartet. In diesem Jahr begann das Entwicklungsteam dann mit Testläufen und nun fand die öffentliche Demonstrationsfahrt statt.
In der Maschine ist ein Wasserstoffmotor installiert, der auf dem 998-cm3-Reihenvierzylindermotor mit Kompressor basiert – bekannt aus der Ninja H2. Diesen hat der japanische Konzern so modifiziert, dass eine direkte Einspritzung von Wasserstoff in die Zylinder möglich ist. Auch das Fahrgestell des Motorrads hat das Unternehmen extra konzipiert, sodass es Platz für die Wasserstofftanks und das System für die Wasserstoffzufuhr biertet.
Im Vergleich zu e-Motorädern bietet das Motorrad mit Wasserstoffverbrennung das lebendige Fahrgefühl, das Biker vom Benzinmotor kennen und schätzen.

Eine der Wasserstofftankstellen, die Teil des angekündigten europäischen Wasserstoffbetankungsnetzes ist (© Air Products)
H2-Trucks im Einsatz und europäisches Wasserstoff-tankstellennetz angekündigt
Air Products hat Pläne für den Aufbau eines europäischen Wasserstofftankstellennetzes mit hoher Kapazität vorgestellt. Es soll strategisch entlang wichtiger Verkehrskorridore in Nähe des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) liegen. So will das Unternehmen dazu beitragen, ein zuverlässiges Wasserstoff-Ökosystem aufzubauen. Für eine Reihe von bestehenden und geplanten Tankstellen hat das amerikanische Unternehmen schon Zuschüsse der Europäische Kommission erhalten. Dazu gehören die Tankstellen in Rotterdam (Niederlande), Hürth (Deutschland), auf dem Gelände der Volvo-Gruppe im Hafen von Gent und im Hafen von Zeebrügge (Belgien).
Die Wasserstofftankstellen will das Unternehmen mit erneuerbarem Wasserstoff aus der globalen Supply Chain versorgen. Für die Tankstellen hat das amerikanische Unternehmen eine verbesserte Betankungstechnologie vorgestellt. Das Tanksystem bietet mehrere Druckstufen und eine Vor-Ort-Speicherung von Flüssigwasserstoff.

Der Mercedes-Benz GenH2-Truck der für Air Products im Einsatz ist (© Daimler AG)
In Zusammenarbeit mit Daimler Trucks testet Air Products die neueste mobile Flüssigwasserstofftankstelle mit fünf GenH2-Trucks. Air Products will seine Flotte auf wasserstoffbetriebene Fahrzeuge umstellen. Auch dies wird im Rahmen des Projekts mit einem GenH2-Lkw getestet. Die Mercedes-Benz Trucks nutzen Flüssigwasserstoff, was eine Reichweite von über 1.000 Kilometern ermöglicht. In diesem Aggregatzustand hat der Energieträger eine deutlich höhere Energiedichte, so dass mehr Wasserstoff mitgeführt werden kann, was die Reichweite deutlich erhöht und eine vergleichbare Leistung eines herkömmlichen Diesel-Lkw ermöglicht.
Salzburg testet Wasserstoffbus im Öffi-Linienbetrieb
Im Rahmen des Projekts ZEMoS (Zero Emission Mobility Salzburg) testen der Salzburger Verkehrsverbund und die Salzburg AG emissionsfreie Mobilität für den öffentlichen Verkehr im urbanen und alpinen Raum Salzburgs. In dem Projekt vergleicht die Stadt batterieelektrische und Busse mit Brennstoffzellen unter realen Bedingungen. Die im Test gewonnenen Daten sollen dem Salzburger Verkehrsverbund helfen, die besten Lösungen für den öffentlichen Nahverkehr in Salzburg zu finden, erklärte Hermann Riedl, Bereichsleiter Verkehrsplanung.

Probefahrt mit einem mit wasserstoffbetriebenen Bus in Salzburg (© Salzburger Verkehrsverbund GmbH/ Franz Neumayr)
Für den Vergleich in der Praxis kommt ein Wasserstoffbus der Marke Hyundai zum Einsatz. Der Hyundai ELEC City Fuel Cell verfügt über ein Brennstoffzellensystem mit 180 kW (2 x 90 kW) Leistung und einem Tank mit einer Kapazität von 34 kg Wasserstoff. Betankt wird der Bus mit 700 bar durch eine mobile Wasserstofftankstelle der Firma Linde in Liefering.
Aktuell habe der Batteriebus die Nase vorne, doch der Projektzeitraum geht noch bis zum 31.03.2026: „Eine Hürde sehe ich bei der Tankinfrastruktur und deutlich höheren Kosten bei der Anschaffung und im Betrieb”, erklärt Hermann Häckl, Geschäftsführer Albus Salzburg Verkehrsbetrieb GmbH.







