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Monaco: Toyota testet Wasserstoff-Rallyewagen auf Formel-1-Strecke

Akio Toyoda hat ein wasserstoffbetriebenes Konzeptfahrzeug auf dem Circuit de Monaco präsentiert. Der Toyota-Aufsichtsratsvorsitzende fuhr den Wasserstoff-Rallyewagen unter seinem Rennfahrer-Pseudonym Morizo auf der Formel-1-Strecke in Monaco. Das Konzeptfahrzeug soll die Zukunft des Motorsports mit klimaneutralen Antrieben prägen und das Potenzial der Technologie demonstrieren. 

von | 09.02.26

Toyota demonstrierte die Kraft von Wasserstoff auf der Strecke des Monaco Grand Prix.
© Toyota
Toyota testet Wasserstoff-Rallye-Auto auf Formel-1-Strecke in Monaco

Das Konzeptfahrzeug trägt den Namen GR Yaris Rally2 H2 Concept und verfügt über einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Mit dem Projekt verfolgt Toyota ein klares Ziel: Das Unternehmen will die klimaneutrale Mobilität mit dem charakteristischen Klang von Hochleistungsmotoren kombinieren. So will der Automobilhersteller die emotionale Komponente des Motorsports in einer CO₂-neutralen Zukunft erhalten.

GR Yaris Rally2 H2 Concept in Monte Carlo

GR Yaris Rally2 H2 Concept in Monte Carlo (© Toyota)

Das Problem mit Elektroantrieben (Brennstoffzellenfahrzeugen): Sie sind nahezu lautlos. Sie erzeugen weder den charakteristischen Motorenklang noch ein Dröhnen oder Aufheulen beim Beschleunigen. Für viele Motorsport-Fans ist der Klang jedoch ein wesentlicher Teil des Erlebnisses. Das Geräusch vermittelt Emotionen wie Geschwindigkeit, Kraft und Adrenalin. Ohne diesen Klang fehlt vielen Zuschauern die „Seele“ des Motorsports. Wasserstoff-Verbrennungsmotoren klingen wie herkömmliche Benzinmotoren. Dadurch bleibt das akustische Erlebnis erhalten.

Die Demonstration in Monte Carlo richtete sich gezielt an Entscheidungsträger im Motorsport. Toyoda betonte, dass sich Wasserstoffmotoren besonders gut für den Einsatz im Motorsport eignen. Er hofft, dass sie die Absicht des Unternehmens verstehen und die Aktivitäten von Toyota für die Zukunft des Motorsports unterstützen.

Standardisierung für drei Rennserien geplant

Mit der Präsentation des GR Yaris Rally2 H2 Concept wollte Toyota außerdem das technische Potenzial der Wasserstofftechnologie für den Motorsport demonstrieren. Das japanische Unternehmen will zeigen, dass sich Wasserstofffahrzeuge in allen drei Motorsport-Disziplinen behaupten können. Mit dem GR Yaris Rally2 H2 Concept bewies das Unternehmen die Machbarkeit von Wasserstoff-Verbrennungsmotoren für die Rallye-Weltmeisterschaft (World Rally Championship = WRC).

Morizo, aka Akio Toyoda

Morizo, aka Akio Toyoda (© Toyota)

Parallel entwickelt der Automobilhersteller Wasserstoff-Fahrzeuge für Langstreckenrennen (World Endurance Championship = WEC) und Extrem-Langstrecken-Rallyes durch schwieriges Gelände (World Rally-Raid Championship = W2RC).

Der Automobilhersteller entwickelt wasserstoffbetriebene Renn- und Rallyefahrzeuge kontinuierlich weiter. Toyoda demonstriert die Technologie regelmäßig, um den Entwicklungsfortschritt zu zeigen. Im August 2022 startete er bei der WRC Ypres Rallye in einem Hydrogen-Engine GR Yaris, im Juni 2023 fuhr der Aufsichtsratsvorsitzende beim 100. Jubiläum von Le Mans einen GR Corolla H2 Concept und nahm an mehreren Super-Taikyu-Rennen in Japan mit gas- und flüssigwasserstoffbetriebenen GR Corolla-Prototypen teil.

Neben wasserstoffbetriebenen Rennwagen entwickelt das japanische Unternehmen auch verschiedene Fahrzeuge für den Straßenverkehr, unter anderem den Corolla Cross H2 und den Hilux. Der Toyota Mirai ist neben dem Hyundai Nexo aktuell allerdings das einzige Wasserstoff-Auto, das über eine Straßenzulassung in Deutschland verfügt.

Mehr über die Wasserstoff-Aktivitäten des japanischen Unternehmens können Sie im Interview mit dem Pressesprecher Technik & leichte Nutzfahrzeuge, Ralph Müller, erfahren.

© Toyota

(Quelle: Toyota/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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