Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Neue Gasdruckregelanlage der SWTE Netz ist H2-ready

Die SWTE geht den Weg in Richtung Zukunftstechnologien: kürzlich hat sie eine für den Betrieb mit Wasserstoff geeignete Gasdruckregelanlage errichtet. 

von | 09.11.22

09. November 2022 | Die SWTE NETZ macht sich bereit für den Wasserstoffhochlauf: kürzlich hat sie eine wasserstofftaugliche Gasdruckregelanlage errichtet.

Warum sollte ein Netzbetreiber angesichts der aktuellen Energiekrise weiterhin in sein Erdgasnetz investieren? Für Tobias Koch, Geschäftsführer der SWTE Netz, keine Frage.

„Das Erdgasnetz ist eine wichtige Infrastruktur. Wir müssen seinen Wert erhalten, damit wir dieses Netz auch für Zukunftstechnologien einsetzen können“, sagt er.

Das Stichwort H2 ready – also fit für Wasserstoff – ist nicht nur in der Energiebranche in aller Munde. Fit für Wasserstoff ist auch die neue Gasdruckregelanlage, die die Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land nun für den Ibbenbürener Stadtteil Schierloh errichtet. In diesen Tagen hat eine Fachfirma die baufertige Anlage geliefert.

Passgenaue Bauteile

Die Gasdruckregelanlage für Schierloh steht an der Gravenhorster Straße unweit der Ibbenbürener Aa. Das Besondere: Sie kann zwei Druckstufen in nur einer Anlage herunterregeln. So wird in einem Strang in der Anlage Erdgas von Hochdruck auf Mitteldruck heruntergeregelt und von dort an größere gewerbliche Abnahmestellen weitergeleitet.

In einem zweiten Strang regelt die Anlage Erdgas von Hoch- auf Niederdruck herab. Das ist die Druckstufe, die zur Versorgung von Haushalten erforderlich ist.

„Bisher standen an dieser Stelle zwei Regelanlagen“, erklärt Oliver Deutsch, der als Abteilungsleiter den Netzbetrieb Erdgas bei der SWTE Netz verantwortet. „Die neue Anlage kann beide ersetzen.“

Die neue Gasdruckregelanlage ist eine begehbare Station. Gebaut wurde sie von der Firma SAG Spie mit Sitz im rheinland-pfälzischen Kleinmaischeid. Um den rund 10 Tonnen schweren Koloss an Ort und Stelle nach Ibbenbüren zu bugsieren, war schweres Gerät im Einsatz: Ein Kran hievte das Fundament und die komplette Anlage passgenau an den vorbereiteten Standort. Sämtliche Zuleitungen und die Regler sind bereits in der Anlage verbaut.

„So kann die Anlage relativ unkompliziert in das bestehende Leitungsnetz eingebunden werden“, erklärt Oliver Deutsch.

DVGW prüft Sicherheit

Bevor die Inbetriebnahme erfolgt, nimmt ein Sachverständiger des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) die Anlage in Augenschein und überprüft die sichere und regelkonforme Funktionsweise. Nach erfolgreicher Prüfung kann die Anlage sicher ihren Dienst aufnehmen.

 

(SWTE/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Per Kran wurde die baufertige Anlage aufgestellt (Quelle: SWTE Netz)

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Lhyfe baut Produktion, Logistik und Kundennetz für grünen Wasserstoff aus
Lhyfe baut Produktion, Logistik und Kundennetz für grünen Wasserstoff aus

Das französische Unternehmen Lhyfe erweitert seine Position im europäischen Wasserstoffmarkt auf mehreren Ebenen. Der Wasserstoffproduzent hat mit dem Industriegasekonzern Messer einen zehnjährigen Liefervertrag abgeschlossen. Außerdem beteiligt sich das deutsche Unternehmen mit 30 Prozent an vier Wasserstoffproduktionsstandorten in Frankreich und Deutschland. Darüber hinaus versorgt Lhyfe aktuell eine mobile Wasserstofftankstelle, die sechs Brennstoffzellenbusse der Weser-Ems-Bus betankt. So können die H₂-Busse betrieben werden, bis die für 2026 geplante stationäre Wasserstofftankstelle in Betrieb genommen wird. Parallel dazu wächst die Transportflotte des französischen Unternehmens auf 84 Wasserstoffcontainer.

mehr lesen
Münsterland: Querung des Dortmund-Ems-Kanals ebnet Weg für Kernnetz-Anbindung
Münsterland: Querung des Dortmund-Ems-Kanals ebnet Weg für Kernnetz-Anbindung

Thyssengas stellt für eine Wasserstoff-Pipeline im Münsterland eine 2009 unterbrochene Kanalquerung unter dem Dortmund-Ems-Kanal wieder her. Bei einer Baustellenbesichtigung haben sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft am 16. Juli über den Fortschritt der Arbeiten informiert. Insgesamt rüstet der Netzbetreiber eine 45 Kilometer lange ehemalige Mineralölleitung auf den Transport von Wasserstoff um.

mehr lesen

H2 Talk

„Wenn ein Wasserstoffbedarf besteht, ergibt sich der Rest von selbst“
„Gewünscht sind sichere, zuverlässige und unkomplizierte Lösungen“
„Wir sehen eine klare Entwicklung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“

Publikationen

Netzmeister 2023

Netzmeister 2023

Erscheinungsjahr: 2023

Für die Instandhaltung der Gas-, Wasser- und Fernwärmerohrnetze, die den mit Abstand größten Teil des Anlagevermögens von Versorgungsunternehmen ausmachen, trägt der Netzmeister die Verantwortung. Um den täglichen Anforderungen gerecht werden zu ...

Zum Produkt

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 2: Gebäude- und Messtechnik

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 2: Gebäude- und Messtechnik

Erscheinungsjahr: 2022

Das Buchreihe „Wasserstoff in der Praxis“ vermittelt Praktikern wichtige Informationen über den Stand der Technik und zukünftige Entwicklungen. Im 2. Band stehen die Themen „Gebäudetechnik“ und „Messtechnik“ im Fokus. Das ...

Zum Produkt

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 1: Infrastruktur

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 1: Infrastruktur

Erscheinungsjahr: 2021

Das Buchreihe „Wasserstoff in der Praxis“ vermittelt Praktikern wichtige Informationen über den Stand der Technik und zukünftige Entwicklungen. Im 1. Band werden die Herausforderungen dargestellt, die Wasserstoff an die Gasinfrastruktur und den ...

Zum Produkt