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Neue Geschäftsführung bei Zeppelin Power Systems

Carolin Wolfsdörfer hat zum 1. August 2025 die Geschäftsführung der Zeppelin Power Systems GmbH übernommen. Die ehemalige Managerin der ZF Group war bereits seit April als Chief Operating Officer (COO) im Unternehmen tätig. Sie soll das Hamburger Unternehmen durch die aktuelle Transformationsphase führen, in der es sein Portfolio um Wasserstofftechnologien erweitert: Kürzlich wurde am Standort Hamburg-Bahrenfeld der erste Brennstoffzellen-Stromgenerator in Betrieb genommen.

von | 05.08.25

Carolin Wolfsdörfer ist seit April bei Zeppelin Power Systems tätig. Zuvor war sie fast 40 Jahre bei der ZF Group aktiv
© Zeppelin Power Systems
Wolfsdörfer

Carolin Wolfsdörfer hat zum 1. August 2025 die Geschäftsführung der Zeppelin Power Systems GmbH übernommen. Das meldete das unternehmen am Montag (4. August). Der Aufsichtsrat hatte Wolfsdörfers Ernennung bereits am 24. Juli beschlossen. Sie war seit dem 1. April 2025 als Chief Operating Officer (COO) Teil der Geschäftsführung des Hamburger Unternehmens.

Die Ingenieurin bringt umfassende Branchenerfahrung mit: Mehr als 38 Jahre war sie für den Technologiekonzern ZF Group tätig, wo sie unter anderem Werke in den USA aufgebaut und geleitet hat. Ihre Expertise umfasst die Bereiche Antriebstechnik, Engineering, Controlling, Produktion und Business Development, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Nach dem Ausscheiden von Eva-Maria Graf Anfang des Jahres hatte Alexandra Mebus, CHRO des Zeppelin Konzerns, die Geschäftsführung interimisweise übernommen. „Mit Carolin Wolfsdörfer gewinnen wir eine versierte Führungspersönlichkeit mit strategischer Weitsicht und ausgeprägter Umsetzungskompetenz“, erklärte Mebus laut Pressemitteilung. Sie sei überzeugt, dass Wolfsdörfer Zeppelin Power Systems „sicher und zukunftsorientiert durch die aktuelle Transformationsphase führen“ werde.

H2-Technologien im Fokus der Unternehmensstrategie

Der Führungswechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem Zeppelin Power Systems sein Portfolio verstärkt um Wasserstofftechnologien erweitert: Das bislang vor allem für den Vertrieb von Caterpillar-Antrieben bekannte Unternehmen ist zunehmend im Brennstoffzellensektor aktiv.

Im Mai hatte Zeppelin Power Systems gemeinsam mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher einen neuen Brennstoffzellen-Stromerzeuger am Standort Hamburg-Bahrenfeld eingeweiht. Als Hybridsystem kombiniert er eine PEM-Brennstoffzelle mit Lithium-Ionen-Batterietechnik. Dabei kann die containerisierte Anlage bis zu 30 kg Wasserstoff speichern und so für mehrere Anwendungen in der dezentralen Energieversorgung nutzbar sein.

Nahezu alle von Zeppelin Power Systems vertriebenen Motoren sind nach Angaben des Unternehmens kompatibel mit alternativen Kraftstoffen wie Biodiesel, LNG, HVO und zukünftig auch Methanol und Wasserstoff. Seit Ende 2022 bietet das Unternehmen zudem Nachrüstkits für H2-Beimischbetrieb für den Großteil der Caterpillar-Gasmotoren an.

Systemintegration als Kernkompetenz

In ihrer neuen Funktion berichtet Wolfsdörfer direkt an Patrick van Alem, CEO der Strategischen Geschäftseinheit (SGE) Power Systems. Van Alem hatte die Leitung der SGE Anfang Juni im Zuge der Akquisition der PEPP Group BV übernommen.

„Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit und darauf, die Zukunft von Zeppelin Power Systems aktiv mitzugestalten“, wird Wolfsdörfer in der Mitteilung zitiert. Sie sei davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Unternehmensführung „auf einer klaren Vision basiert, und auf einem Team, das diese Vision mit Motivation und Engagement vorantreibt“.

Der Zeppelin Konzern erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro, der sich mit der 2025 abgeschlossenen Akquisition auf über 5 Milliarden Euro konsolidiert. Die EcoVadis-Plattform verlieh Zeppelin Power Systems jüngst den Gold-Status für dessen unternehmerisches Engagement in Sachen Nachhaltigkeit.

 

(Quelle: Zeppelin Power Systems/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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