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Neue paneuropäische Wasserstoff-Allianz soll Dekarbonisierung beschleunigen

Am 14. April wurde die „European Resilience Alliance for Clean Hydrogen & Derivatives“ (ERA) offiziell im Europäischen Parlament in Brüssel vorgestellt. Die ERA vereint Industrieunternehmen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Ziel des Zusammenschlusses ist der Ausbau der europäischen Energieresilienz und industrieller Wettbewerbsfähigkeit sowie die Beschleunigung der Dekarbonisierung.

von | 20.04.26

Die paneuropäische Initiative verbindet Unternehmen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette
© Adobe Stock / Alexander Limbach
Neue paneuropäische Wasserstoff-Allianz soll Dekarbonisierung beschleunigen

ERA ist eine paneuropäische und von CEOs geleitete Initiative. Zu den CEOS der beteiligten Unternehmen zählen:

  • Arturo Gonzalo Aizpiri (Enagás SA)
  • Pascal De Buck (Fluxys Belgium SA/NV)
  • Markus Rauramo (Fortum)
  • Olli Sipilä (Gasgrid Finnland Oy)
  • Jorgo Chatzimarkakis (Hydrogen Europe)
  • Maarten Wetselaar (Moeve)
  • Hans Kreisel (Nordion Energi AB)
  • Dr. Thomas Huewener (Open Grid Europe GmbH)
  • Nikolaus Valerius (RWE Generation SE)
  • Dr. Egbert Laege (SEFE Securing Energy for Europe GmbH)
  • Niklas Wass (Stegra AB)
  • Miguel Ángel López Borrego (Thyssenkrupp Decarbon Technologies GmbH)

Arbeit auf zwei Ebenen

ERA plant, auf zwei Ebenen zu arbeiten. Einerseits will die Initiative politischen Entscheidungsträgern auf EU-, nationaler und regionaler Ebene eine einheitliche Stimme geben. Andererseits will sie die gesamte Wertschöpfungskette koordinieren, um Engpässe zu identifizieren und zu lösen.

Veröffentlichung von Whitepaper

Zeitgleich mit ihrem Start hat die ERA das  Whitepaper „Securing Europe’s Energy and Industrial Future“ veröffentlicht. Darin werden beispielsweise finanzielle und infrastrukturelle Herausforderungen für den europäischen Markt für grünen Wasserstoff beleuchtet.

Die Autoren des Whitepapers heben außerdem hervor, dass trotz einer umfangreichen Wasserstoff-Projektpipeline weniger als 7 Prozent eine finale Investitionsentscheidung (FID) getroffen haben.

Zudem identifizieren sie Gründe, warum Europas Ausbau von grünem Wasserstoff hinter den Ambitionen zurückbleibt. Zu den Gründen zählen beispielsweise die fragmentierte Umsetzung der EU-Regulierung sowie komplexe Regeln für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs (RFNBO).

Vier Maßnahmen im Fokus

Ebenfalls im Rahmen des Whitepapers empfehlen die Autoren europäischen Institutionen und Mitgliedstaaten, vier Maßnahmen umzusetzen:

  1. Nachfrage ausbauen: Eine stabile Nachfrage nach grünem Wasserstoff müsse durch die Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie III (RED III) geschaffen werden. Außerdem sei die einheitliche Umsetzung von Vorschriften wie ReFuelEU Aviation und FuelEU Maritime notwendig. Zudem müssten Leadmärkte in den „Hard-to-abate“-Sektoren wie Industrie, Transport und Verteidigung aufgebaut werden.
  2. Klarer Unterstützungsrahmen:  Stromkosten, die derzeit 70 Prozent der Wasserstoffproduktionskosten ausmachen, müssten gesenkt werden. Darüber hinaus müssten EU-Subventionen neu gestaltet werden.
  3. Preisgestaltung: Die Einnahmen aus dem EU-Emissionshandelssystem und dem Carbon Border Adjustment Mechanism sollen zur Wettbewerbsfähigkeit von grünem Wasserstoff genutzt werden. Außerdem sollen die Übergangsregelungen von RFNBO über 2030 hinaus verlängert werden.
  4. Infrastruktur ausbauen: Es sollen grenzüberschreitende Planungen stattfinden, die Produktions- und Nachfragezentren verbinden. Mithilfe von EU-weiten Risikoteilungsinstrumenten sollen zudem Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden.

 

(Quelle: Hydrogen Europe/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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