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Neue Partnerschaft für SOEC-Stacks im Megawatt-Bereich

Mit bis zu 90 % bietet die SOEC einen deutlich höheren Wirkungsgrad als andere Elektrolyse-Technologien. Im Vergleich zu PEM und AEL steckt sie aber noch in den Kinderschuhen. Das will der österreichische Technologiekonzern AVL nun ändern: Gemeinsam mit dem estnischen Unternehmen Elcogen entwickelt er SOEC-Stacks im Megawatt-Bereich.

von | 19.07.24

Elcogen will SOEC-Stacks in Serie produzieren
© Elcogen
Elcogen

Die Zusammenarbeit verbinde die Expertise von AVL in der Entwicklung von SOFC/SOEC-Systemen und -Stacks mit den entsprechenden Zellen und Stacks von Elcogen. Das Projekt bündle dabei die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Partner in den jeweiligen IPCEI-Projekten der Hy2Tech-Welle in Österreich und in Estland-Finnland.

Die Unternehmen wollen sich dabei laut AVL-Meldung vom 18. Juli auf eine der größten Herausforderungen der Technologie konzentrieren: ihre Skalierbarkeit. Die eher kleinen SOEC-Zellen zu Modulen mit mehreren Megawatt Leistung zu verschalten, gilt als technologische Herausforderung. Gemeinsam wollen die Unternehmen Stacks des estnischen Entwicklers dennoch in einem Stack-Modul kombinieren, um so die „industrielle Nutzung“ der Technologie zu ermöglichen.

Der CTO des erst 2021 gegründeten Unternehmens Elcogen, Martin Skov Skjøth-Rasmussen, kommentierte: „Durch diese gemeinsame Initiative und die Zusammenführung der sich ergänzenden Fachkompetenzen von Elcogen und AVL unter dem Dach von IPCEI Hy2Tech werden wir modulare Lösungen für den industriellen Einsatz der Festoxid-Technologie vorantreiben und den Schritt hin zu den gewünschten industriell relevanten Anlagen ermöglichen.“

Industrie-Hoffnung SOEC

Die SOEC-Technologie biete schon „von Haus aus“ aus höhere Wirkungsgrade als die alkalische, PEM- oder AEM-Elektrolyse. Wenn SOEC mit externen Wärmequellen aus industriellen Prozessen gekoppelt wird, ließen sich darüber hinaus Wirkungsgrade von 90 % und mehr erreichen. Auch Branchenriese Thyssenkrupp Nucera ist vor Kurzem in die SOEC-Forschung eingestiegen.

Damit hat die Technologie ein großes Potenzial für Industrien, bei denen eine hohe Abwärme anfällt. So eignet sie sich insbesondere zur Wasserstoffproduktion in Stahlwerken oder Raffinerien. Auch für die Erzeugung von e-Kraftstoffen (SAF, e-Ammonia, e-Methanol usw.) kommt sie aufgrund der Abwärme des Syntheseprozesses in Frage.

Jürgen Rechberger, Vice President von AVL erklärte: „Wir freuen uns sehr, unsere Kräfte mit Elcogen unter dem Dach von IPCEI Hy2Tech zu bündeln. Gemeinsam werden wir die zentrale Herausforderung der Industrialisierung von SOEC angehen – das Skalieren auf industriell relevante Modulgrößen.“

 

(Quelle: AVL/Elcogen/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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