Die Plattform Hydeas integriert erneuerbare Energien, grünen Wasserstoff und die Eisenerz-Wertschöpfungsketten, um mittels wasserstoffbasierter Direktreduktion grünes Eisen herzustellen. Das reduzierte Eisen soll nach Europa exportiert und dort zu grünem Stahl weiterverarbeitet werden.
Die erste Phase der Machbarkeitsstudie hat den brasilianischen Bundesstaat Maranhão, im Nordosten des Landes, als Vorzugsstandort identifiziert. Ausschlaggebend dafür sind die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien, die Logistikinfrastruktur sowie der Zugang zu qualitativ hochwertigem Eisenerz. Die bestehende Schienen- und Hafeninfrastruktur soll das Investitionsrisiko mindern und den Hochlauf auf industriellen Maßstab beschleunigen.
Vale und GEP hatten ihre Partnerschaft im Oktober 2024 in Brüssel gestartet. Ziel war es, die industrielle Zusammenarbeit zwischen Brasilien und Europa entlang der Wasserstoff- und Eisenerz-Wertschöpfungskette zu stärken.
Von der Konzeptstudie zur Bankfähigkeit
Die bereits abgeschlossene Konzeptstudie bestätigt laut Angaben der Unternehmen das industrielle und wirtschaftliche Potenzial des Vorhabens. Nach dem positiven Abschluss dieser gehen die Partner nun in die Machbarkeitsphase über. Im Fokus stehen Engineering, Projektstrukturierung und Finanzierung. Ziel ist ein bankfähiges Industrieprojekt, das nach einer finalen Investitionsentscheidung (FID) umgesetzt werden kann.
Das Projekt ordnet sich in zwei politische Rahmenwerke ein: auf europäischer Seite in die EU Global Gateway Initiative, auf brasilianischer Seite in die BIP-Plattform (Brazil Platform for Climate Investments and Ecological Transformation). Hydeas soll die Brasilien Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Inland sichern und Europa gleichzeitig Zugang zu nachhaltigen Rohstoffen verschaffen.
Grüner Eisenkorridor als langfristiges Ziel
„Hydeas ist keine Pilotanlage, sondern ein neues Industrieparadigma“, sagte Bart Biebuyck, CEO von GEP. Das Projekt zielt auf den Aufbau eines dauerhaften grünen Eisenkorridors zwischen Brasilien und Europa.
Technische und wirtschaftliche Details zur geplanten Kapazität sowie zum Investitionsvolumen haben die Partner bislang nicht veröffentlicht.









