Das Wasserstoffnetzwerk H2ercules-Initiative wurde im Jahr 2022 von dem Gasnetzbetreiber Open Grid Europe GmbH und dem Energiekonzern RWE AG gegründet (H2News berichtete). Inzwischen verzeichnet sie über 30 Partner entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette.
Das Ziel der Initiative ist es, die deutsche Wasserstoffinfrastruktur auszubauen. Vorgesehen ist unter anderem, Elektrolyseure sowie Speicher- und Importkapazitäten im Norden mit industriellen Verbrauchszentren im Westen und Süden Deutschlands zu verbinden. Weitere Importrouten aus dem Süden und Osten seien bis zum Jahr 2030 geplant.
Dezentrale Elektrolyse-Hubs
Im Januar 2026 ist das Energiewendeunternehmen Infener der Initative beigetreten. Nach Unternehmensangaben entstehen Elektrolyseprojekte vor allem dort, wo Netzkapazitäten vorhanden sind. Jedoch gäbe es vor Ort häufig nicht ausreichend Abnehmer in wirtschaftlicher Transportdistanz.
„Genau an dieser Stelle wird die Anbindung an ein Fernleitungsnetz zum strategischen Hebel“, erklärt der CEO und Co-Founder des Unternehmens Joel Vogl. „Dezentrale Elektrolyse-Hubs erreichen in Summe erhebliche Produktionsvolumina. Wenn sie in der Pipeline- und Netzplanung systematisch mitgedacht und Einspeisemöglichkeiten auch jenseits zentraler Großproduzenten geschaffen werden, werden Standorte ohne unmittelbare lokale Nachfrage wirtschaftlich und zugleich systemrelevant.“
Mit dem Beitritt zu der Initiative will das Energiewendeunternehmen diese Perspektive in Infrastruktur- und Systemfragen einbringen.










