Das neue Elektrolysesystem ist die Weiterentwicklung des bisherigen 10-MW-Druck-Alkali-Moduls. Sunfire hat sein bisheriges System auf Basis der Erfahrungen aus laufenden Industrieprojekten im zweistelligen Megawattbereich gezielt für den Einsatz in Projekten im dreistelligen Megawattbereich weiterentwickelt. Bei einem 100-MW-Projekt reduziert sich die Zahl der benötigten Elektrolysemodule nun von zehn auf zwei.
Fünf Faktoren senken die Gesamtanlagenkosten
Im Rahmen des neuen Systemdesigns wurden zentrale Anlagenkomponenten zusammengeführt, zusätzliche Komponenten wie die Luftkühlung standardmäßig integriert und der Vorfertigungsgrad deutlich erhöht. Außerdem hat der Hersteller die System-Schnittstellen optimiert. Installation und Inbetriebnahme vereinfachen sich dadurch erheblich. Die Gesamtanlagenkosten sinken dadurch laut Hersteller auf Kundenseite um bis zu 50 Prozent. Zusätzliche Kosten spart das Modul durch seine Auslegung für den Outdoor-Betrieb, da ein separates Elektrolysegebäude entfällt.
Das zentrale Bauteil des neuen Elektrolysesystems ist der 30-bar(g)-Druck-Alkali-Stack der zweiten Generation. Der erhöhte Betriebsdruck reduziert den Aufwand für die nachgelagerte Wasserstoffkompression. Diese Stack-Technologie ist bereits in industriellen Anlagen in Europa im Einsatz.
Von Kilowatt zum industriellen Maßstab
Sunfire positioniert das neue Elektrolysesystem für Anwendungen in Raffinerien, der Chemie- und der Ammoniakproduktion. Diese Branchen bauen ihre Wasserstoffversorgung zunehmend im industriellen Maßstab auf.
Sunfire-CEO Nils Aldag unterstreicht: „Wir haben diesen Markt aktiv mitgestaltet und in 16 Jahren Projekte von einigen hundert Kilowatt über niedrige Megawattgrößen bis in den industriellen Maßstab realisiert. Dabei haben wir eng mit unseren Kunden zusammengearbeitet und genau verstanden, worauf es in der Praxis ankommt. Entsprechend sind unsere aktuellen 100-MW-Projekte auch Folgeaufträge von Bestandskunden.“
Mehr über den Dresdener Elektrolyseurhersteller und die Entwicklung des Unternehmens erfahren Sie im Interview mit Sunfire-CTO Christian von Olshausen.









