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Neuman & Esser baut Serienproduktion für Elektrolyseure in NRW

Das Familienunternehmen Neuman & Esser baut in Übach-Palenberg bei Aachen eine Serienproduktion für Elektrolyseur-Verdichter-Anlagen auf. Wie das Land NRW heute mitteilte, erhält das entsprechende Projekt MAPEVA (Modular-Agile Produktion von Elektrolyse-Verdichter-Anlagen) insgesamt 26 Millionen Euro von Bund und Land, wobei NRW 7,8 Millionen Euro beisteuert. Als Important Project of Common European Interest (IPCEI) genießt das Vorhaben besondere Förderungsmöglichkeiten.

von | 13.12.24

PEM-Elektrolyseur vom Typ NEA|HYTRON
© NEUMAN & ESSER
Neuman

„Neuman & Esser empfängt die IPCEI Förderung von Bund und Land, um als regionales Unternehmen die Voraussetzungen für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Wasserstoffwirtschaft zu schaffen“, erklärte Geschäftsführerin Stefanie Peters in einer Pressemitteilung des Landes NRW. Konkret entwickelt ihr Unternehmen ein integriertes System aus Elektrolyseur, Verdichter und Speicher.

Zunächst setze man dabei auf „das Momentum der PEM-Technologie„, halte aber zugleich die Entwicklungen auf dem Stack- und Elektrolyseur-Markt im Auge: „Unsere Anlagen werden dazu ausgelegt sein, höchstmögliche Effizienz ressourcenschonend zu erreichen, indem sie sich der jeweils akut führenden Technologie bedienen.“ Über den konkreten Zeitplan gab Peters keine Angaben.

Laut NRW-Wirtschaftsministerium soll das MAPEVA-Projekt dabei helfen, „individuelle Anforderungen an Elektrolyseure“ zu bedienen und Standardisierungen zu schaffen. Die damit ermöglichte Serienproduktion soll langfristig die Herstellungskosten von Elektrolyseuren senken.

Arbeitsplätze im H2-Sektor

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht darin einen wichtigen Schritt: „Für den Markthochlauf der Wasserstofferzeugung sind Kostensenkungen zentral. Diese werden insbesondere durch die Fertigung im industriellen Maßstab erreicht.“ Zudem hob Habeck hervor, dass die im Rahmen von MAPEVA entwickelten Anlagen dezentral arbeiteten und somit unabhängig vom geplanten Kernnetz Wasserstoff zur Verfügung stellen können.

„Wasserstoff ist nur ein kleines Molekül, hat aber große Bedeutung für die Transformation unseres Energiesystems“, erklärte NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur. Die weltweit steigende Nachfrage nach Elektrolyseuren unterstreiche die Bedeutung des MAPEVA-Projekts für den Industriestandort. Entwicklung und Herstellung von Elektrolyseuren sicherten daher „zukunftsfähige Arbeitsplätze“.

Das Projekt fügt sich in die Wasserstoffstrategie Nordrhein-Westfalens ein. Derzeit sind dort laut dem grün-geführten Wirtschaftsministerium Elektrolyseanlagen mit einer Gesamtleistung von über 400 Megawatt im Bau, im Betrieb oder in Planung. Dennoch wird das Bundesland einen Großteil seines Wasserstoffbedarfs importieren müssen, wofür es im Juli 2024 als erstes Bundesland ein eigenes Wasserstoff-Importkonzept vorgelegt hat. Zudem veröffentlichte Neubaurs Wirtschaftsministerium im August 2024 ein Neun-Punkte-Papier mit Vorschlägen für einen schnelleren Wasserstoff-Hochlauf.

 

(Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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