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New Yorker Wasserstoff-Standort wird Rechenzentrum

Der US-Brennstoffzellenhersteller Plug Power hat sich von seinem Projektgelände in New York getrennt. Der Verkauf umfasst neben dem Grundstück auch die zugehörige Infrastruktur, die ursprünglich für die Elektrolyse vorgesehen war Der Käufer Stream Data Centers will dort nun ein Rechenzentrum errichten. Der Verkauf ist Teil eines größeren Programms zur Liquiditätssicherung.

von | 27.03.26

Der Standorts des „Project Gateway" liegt im New Yorker Industriepark STAMP
© Genesee County Economic Development Center
New Yorker Wasserstoff-Standort wird Rechenzentrum

Plug Power hat eine verbindliche Vereinbarung mit Stream Data Centers über den Verkauf seines Standorts „Project Gateway“ im New Yorker STAMP-Industriepark unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt mindestens 132,5 Millionen Dollar. Abhängig vom Abschlusszeitpunkt und bestimmten Bedingungen zur Anlageentfernung kann er bis auf 142 Millionen Dollar steigen. Stream Data Centers leistet eine Anzahlung von sechs Millionen Dollar. Der Abschluss der Transaktion ist für spätestens 30. Juni 2026 geplant.

Das Verkaufspaket umfasst das Grundstück, die zugehörige Infrastruktur sowie Umspannwerksanlagen. Die Netzkapazitäten und Umspannwerksinfrastruktur, die ursprünglich für die Elektrolyse vorgesehen waren, sind auch für ein energieintensives Rechenzentrum von Interesse. Stream Data Centers entwickelt auf dem Gelände bereits Campusflächen.

Die Geschichte des STAMP-Standorts

Das Grundstück im New Yorker STAMP-Industriepark war ursprünglich für eines von bis zu sechs Projekten zur Produktion von grünem Flüssigwasserstoff vorgesehen. Diese Vorhaben sollten mit einer Kreditbürgschaft des US-Energieministeriums (DOE) in Höhe von 1,66 Milliarden Dollar finanziert werden. Im November 2025 stoppte Plug Power alle Arbeiten an den durch den DOE-Kredit gedeckten Projekten. Als Grund nannte das Unternehmen den Rückzug der Bundesförderung unter der Trump-Administration sowie den Wunsch, Kapitalverpflichtungen zu reduzieren. Zur Versorgung seiner Kunden schloss das Unternehmen stattdessen einen langfristigen Liefervertrag für grauen Wasserstoff mit einem nicht namentlich genannten Industriegasunternehmen ab.

Liquiditätsprogramm: Drei Verkäufe für 275 Millionen Dollar

Der Gateway-Verkauf ist die erste von drei geplanten Transaktionen. Insgesamt will der US-Brennstoffzellenhersteller durch Asset-Verkäufe, die Freigabe von gesperrtem Kapital und reduzierte Wartungskosten mehr als 275 Millionen Dollar erlösen. Die beiden weiteren Transaktionen sollen noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden.

Jose Luis Crespo, President und Chief Revenue Officer von Plug Power, erklärte, das Unternehmen stärke durch die Optimierung seiner Anlagen seine Liquidität und finanzielle Flexibilität. Plug Power selbst betont, der Verkauf ermögliche es, den Fokus auf Wasserstoffproduktion und Brennstoffzellenbereitstellung zu behalten.

Parallel zum Verkauf sieht sich das Unternehmen mit einer wachsenden Zahl potenzieller Klagen konfrontiert. Mehrere US-amerikanische Anwaltskanzleien rufen Investoren dazu auf, sich Sammelklagen anzuschließen. Die Vorwürfe: Das Unternehmen habe Anleger über seine tatsächliche Fähigkeit, den DOE-Kredit in Anspruch zu nehmen und einzusetzen, in die Irre geführt. Mindestens acht Kanzleien haben entsprechende Erklärungen veröffentlicht. Derartige Ankündigungen sind in den USA nach starken Kursbewegungen üblich und stellen in der Regel vorläufige Investorenanfragen dar. Eine Klage ist damit nicht automatisch eingereicht, und eine Haftung ist nicht festgestellt. Plug Power hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert.

 

(Quelle: Plug Power/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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