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Niedersachsen Ports, Uniper und TES planen neuen Schiffsanleger für grüne Gase

Uniper und TES haben die Zusammenarbeit mit Niedersachsen Ports (NPorts) bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um den größten Betreiber öffentlicher Seehäfen in Deutschland.

von | 03.01.23

03 Januar 2023 | Uniper und TES haben die Zusammenarbeit mit Niedersachsen Ports (NPorts) bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um den größten Betreiber öffentlicher Seehäfen in Deutschland.

Am Rande der Eröffnungsfeier des ersten deutschen LNG-Terminals in Wilhelmshaven unterzeichneten die drei Unternehmen im Beisein von Wirtschaftsminister Olaf Lies und Umweltminister Christian Meyer eine Vereinbarung. Sie sieht die Planung einer neuen großen gemeinsamen Hafeninfrastruktur mit mindestens 6 Liegeplätzen für TES und für Uniper vor.

Parallel wird Uniper technische Studien durchführen, die den Transport von rund 2,6 Mio. t grünes Ammoniak pro Jahr ermöglichen sollen. Mit dieser Kapazität und der im Rahmen des Projekts Uniper Green Wilhelmshaven geplanten 1-GW-Elektrolyse-Anlage zur Wasserstofferzeugung könnten rund 300.000 t grüner Wasserstoff geliefert werden, was 10-20 % des für 2030 erwarteten Bedarfs in ganz Deutschland entspricht.

Wasserstoff-Drehscheibe Wilhelmshaven

TES plant die Inbetriebnahme der Hafenanlagen bereits im Jahr 2023, mit dem Ziel, ab 2026 die erste Ausbaustufe des größten Importterminals in Europa fertigzustellen. Das Terminal soll eine Kapazität von bis zu 20 Mio. t LNG und eNG haben. TES will zum Jahreswechsel 2025/2026 mit dem Import des ersten eNG beginnen und die Lieferungen bis 2030 auf 5 Mio, t erhöhen.

Diese neue Anlegestelle vor dem Voslapper Groden wird voraussichtlich Investitionsmittel in Höhe von ca. 500 Mio. Euro erfordern, die Finanzierung ist noch zu klären. Mit dieser Investition in die notwendige Infrastruktur für eine CO2-freie Wasserstoffwirtschaft und den geplanten Importprojekten für grüne und dekarbonisierte Gase wird Wilhelmshaven zur größten Energiedrehscheibe Deutschlands und liefert künftig grüne Energie in Form von Wasserstoff für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Damit wird der Aufbau einer grünen Importinfrastruktur beschleunigt, die eine Abkehr vom Import fossiler Energieträger ermöglicht.

Infrastruktur für „Dekarbonisierung des Gasgeschäfts“

Olaf Lies, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung:

“Niedersachsen ist bereits ein Energy Hub und wird das auch in Zukunft sein. Bereits ab 2026 werden wir den Standort Wilhelmshaven zu einem der zentralen Tore für grüne und saubere Energie für Deutschland entwickeln. Dafür brauchen wir zusätzliche Terminals. Nur mit ihnen werden wir die Energieversorgung Deutschlands garantieren können.

 

Dieses Projekt ist ein starker Beitrag für Deutschlands Energiewende. Auch bei diesem Projekt wollen wir die Geschwindigkeit halten, mit der wir gemeinsam mit Uniper, OGE und unseren Genehmigungsbehörden das erste LNG-Terminal hier fertiggestellt haben – das ist, was wir die ‚Neue Deutschlandgeschwindigkeit‘ nennen.

Dr. Holger Kreetz, COO Asset Management Uniper:

„Wir bei Uniper werden mit unserem Leuchtturmprojekt Green Wilhelmshaven® unsere führende Rolle beim Import von Energieträgern ausbauen und einen großen Schritt zur Dekarbonisierung unseres Gasgeschäfts vollziehen. Nach der erfolgreichen Errichtung des LNG Terminals in Rekordzeit widmen wir uns bei Uniper nun voll dem Aufbau des Importterminals für grünen Ammoniak sowie der Errichtung der Gigawatt Elektrolyse zur Belieferung unserer Kunden mit grünem Wasserstoff.“

Marco Alverà, CEO von TES, sagte:

“ Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern Uniper und NPorts bei der Entwicklung des grünen Energy Hub in Wilhelmshaven. So können wir den Bau wichtiger Infrastrukturen beschleunigen, die den Weg für die Energiewende ebnen werden. Wir schaffen eine zukunftssichere Infrastruktur, die jahrzehntelang funktionieren und Deutschland Zugang zu einer kostengünstigen Versorgung mit nachhaltiger Energie bieten wird.“

 

(TES/2022)

 

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Niedersachsen Ports, Uniper und TES haben eine Studie für eine neue Steganlage für die von TES und Uniper betriebenen Onshore-Energieimportterminals in Auftrag gegeben (Quelle: TES)

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