Der Nordic-Baltic Hydrogen Corridor soll sechs europäische Länder durch ein Pipelinesystem verbinden. Die beteiligten Partner sind Gasgrid aus Finnland, Elering aus Estland, Conexus Baltic Grid aus Lettland, Amber Grid aus Litauen, GAZ-System aus Polen und Ontras aus Deutschland. Nun haben die Unternehmen einen Call for Interest gestartet. Die Umfrage ist auf der NBHC-Website verfügbar.
Die Umfrage erfasst unverbindliche Angaben zu Wasserstoffproduktion, -verbrauch, Infrastrukturplänen und grenzüberschreitendem Transportbedarf. Die Daten dienen der Entwicklung technischer und kommerzieller Lösungen. Sie fließen in nationale und grenzüberschreitende Studien ein.
Nach Abschluss der Befragung laden die Betreiber die Teilnehmer zu weiteren Gesprächen ein. Ziel ist der Abschluss unverbindlicher Letters of Intent. Diese sollen die Geschäftsgrundlage stärken und Marktsignale bündeln.
Technische Auslegung und Zeitplan
Das Hauptleitungsnetz des NBHCs umfasst etwa 2.500 Kilometer. Die kommerzielle Inbetriebnahme ist ab 2033 geplant. Das Projekt wurde in den Ten-Year Network Development Plan aufgenommen. Bis 2040 soll der Korridor rund 2,7 Millionen Tonnen Wasserstoff pro Jahr transportieren.
2025 begann die Machbarkeitsphase und soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Die EU finanziert diese Phase über die Connecting Europe Facility mit maximal 6,8 Millionen Euro. Die Voruntersuchung wurde im Juni 2024 abgeschlossen.
Strategische Bedeutung für Europas Energieversorgung
Die Europäische Kommission hat das Vorhaben als Project of Common Interest eingestuft.
Der Korridor soll Europas Abhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten verringern. Er ermöglicht die Dekarbonisierung industrieller Prozesse und fördert Investitionen in erneuerbare Energien sowie Wasserstofftechnologien. Das Projekt unterstützt die Umsetzung des Green Deal und der REPowerEU-Strategie.
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