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Nordic-Baltic Hydrogen Corridor startet Marktbefragung

Die Betreiber des Nordic-Baltic Hydrogen Corridor (NBHC) haben eine Interessenbekundung gestartet. Die sechs Fernleitungsnetzbetreiber aus Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland befragen Marktteilnehmer zur geplanten grenzüberschreitenden Wasserstoff-Pipeline. Die Befragung richtet sich an Wasserstoffproduzenten, -verbraucher, Verteilnetzbetreiber, Speicherbetreiber und Transporteure. Sie läuft vom 14. Januar bis 31. März 2026.

von | 28.01.26

Der NBHC ist ein geplantes Pipelineprojekt, das grünen Wasserstoff von Finnland über das Baltikum und Polen nach Deutschland transportieren soll.
© NBHC
Nordisch-Baltischer Wasserstoff-Korridor startet Marktbefragung

Der Nordic-Baltic Hydrogen Corridor soll sechs europäische Länder durch ein Pipelinesystem verbinden. Die beteiligten Partner sind Gasgrid aus Finnland, Elering aus Estland, Conexus Baltic Grid aus Lettland, Amber Grid aus Litauen, GAZ-System aus Polen und Ontras aus Deutschland. Nun haben die Unternehmen einen Call for Interest gestartet. Die Umfrage ist auf der NBHC-Website verfügbar.

Die Umfrage erfasst unverbindliche Angaben zu Wasserstoffproduktion, -verbrauch, Infrastrukturplänen und grenzüberschreitendem Transportbedarf. Die Daten dienen der Entwicklung technischer und kommerzieller Lösungen. Sie fließen in nationale und grenzüberschreitende Studien ein.

Nach Abschluss der Befragung laden die Betreiber die Teilnehmer zu weiteren Gesprächen ein. Ziel ist der Abschluss unverbindlicher Letters of Intent. Diese sollen die Geschäftsgrundlage stärken und Marktsignale bündeln.

Technische Auslegung und Zeitplan

Das Hauptleitungsnetz des NBHCs umfasst etwa 2.500 Kilometer. Die kommerzielle Inbetriebnahme ist ab 2033 geplant. Das Projekt wurde in den Ten-Year Network Development Plan aufgenommen. Bis 2040 soll der Korridor rund 2,7 Millionen Tonnen Wasserstoff pro Jahr transportieren.

2025 begann die Machbarkeitsphase und soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Die EU finanziert diese Phase über die Connecting Europe Facility mit maximal 6,8 Millionen Euro. Die Voruntersuchung wurde im Juni 2024 abgeschlossen.

Strategische Bedeutung für Europas Energieversorgung

Die Europäische Kommission hat das Vorhaben als Project of Common Interest eingestuft.

Der Korridor soll Europas Abhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten verringern. Er ermöglicht die Dekarbonisierung industrieller Prozesse und fördert Investitionen in erneuerbare Energien sowie Wasserstofftechnologien. Das Projekt unterstützt die Umsetzung des Green Deal und der REPowerEU-Strategie.

Zum Call for Interest

 

(Quelle: Nordic Baltic Hydrogen Corridor/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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