OPAL: Wasserstoffinvestor übernimmt Anteil an Gasleitung für Kernnetz

Der Energiekonzern Uniper hat seine 20-prozentige Beteiligung an der Gaspipeline OPAL an den Infrastrukturinvestor Hy24 verkauft. Die Übertragung erfolgt über sämtliche Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG und erfüllt eine Auflage aus dem EU-beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren vom Dezember 2022. Die rund 470 Kilometer lange Pipeline zwischen Lubmin und Brandov ist zukünftig Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes.

von | 14.09.26

Die OPAL-Pipeline transportiert bislang bis zu 36 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr.
© Uniper SE
OPAL: Wasserstoffinvestor übernimmt Anteil an Gasleitung für Kernnetz

Käufer ist der auf Wasserstoffprojekte spezialisiert Infrastrukturinvestor Hy24. Das Unternehmen erwirbt die Beteiligung an der OPAL-Gaspipeline  über seinen Clean Hydrogen Infrastructure Fund.

Die Parteien haben die Vereinbarung über den Verkauf unterzeichnet. Der Transaktionsumfang umfasst 100 Prozent der Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft hält ein 20-prozentiges Bruchteilseigentum an der OPAL. Die verbleibenden 80 Prozent des Bruchteilseigentums hält die Gascade Gastransport GmbH.

Der Verkauf erfüllt eine Auflage aus dem beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren. Die Europäische Kommission hatte das Stabilisierungspaket für Uniper am 20. Dezember 2022 genehmigt und daran Bedingungen geknüpft. Die Transaktion richtet zugleich das Portfolio von Uniper auf die Kernaktivitäten des Unternehmens aus.

Pipeline verbindet Deutschland und Tschechien

Die OPAL verläuft über rund 470 Kilometer von Lubmin in Deutschland bis nach Brandov in Tschechien. Die Pipeline zählt zu den Transportkorridoren für Erdgas in Europa. Sie wird schrittweise Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes.

Der nördliche Abschnitt der OPAL wurde Mitte Dezember 2025 bereits auf Wasserstoff umgestellt. Der südliche Abschnitt soll bis Ende 2030 folgen.

Genehmigungen stehen noch aus

Der Abschluss der Transaktion steht unter Vorbehalt. Die zuständigen Behörden müssen dem Verkauf zustimmen. Zudem besitzt die Bruchteilsgemeinschaftspartnerin Gascade Gastransport GmbH ein Vorkaufsrecht. Übt sie dieses Recht nicht aus, kann die Transaktion abgeschlossen werden.

(Quelle: Uniper SE/2026)

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