Die schwedisch-deutsche Kooperation existiert bereits seit November 2025. Damals unterzeichneten beide Unternehmen ein Term Sheet für eine strategische Zusammenarbeit an iridiumbasierten Katalysatorlösungen für PEM-Elektrolyseure. Da der Preis für Iridium als einer der Hauptgründe für die eingeschränkte Skalierung der PEM-Elektrolyse gilt, wollen die Partner die benötigte Iridiummenge reduzieren, ohne die Haltbarkeit der Elektroden zu verringern. Im Anschluss starteten die Partner ein gemeinsames Entwicklungsprojekt zu Smolteks Elektroden mit einer Iridiumschicht von 0,1 Milligramm pro Quadratzentimeter.
Der jetzt angekündigte Langzeittest baut auf dieser Zusammenarbeit auf und markiert den nächsten Schritt auf dem Weg zur industriellen Anwendung. Er soll Herbst startet und über 3.000 Betriebsstunden umfassen. Der Test prüft die Betriebsstabilität von Smolteks nanostrukturierter Iridium-Katalysatorschicht.
Für die Entwicklung kombinieren die Partner Smolteks Nanotechnologie mit dem Fachwissen von Heraeus Precious Metals im Bereich Edelmetall-Elektrokatalysatoren und Materialanalyse. So soll der der Iridiumverbrauch sinken bei gleichzeitig hoher katalytischer Aktivität und Leitfähigkeit.
Katalysatorschicht senkt Iridiumbedarf auf unter 0,1 Milligramm
„Unsere nanostrukturierte Schicht ermöglicht innerhalb einer Dicke von wenigen Mikrometern maximale Lade- und Stofftransporteigenschaften„, sagte Fabian Wenger, Leiter Forschung und Entwicklung bei Smoltek Hydrogen. „Durch die Optimierung dieser Katalysatorarchitektur erreichen wir gleichzeitig eine hohe Elektrolyseeffizienz und senken die benötigte Iridiummenge auf unter 0,1 Milligramm pro Quadratzentimeter.„
Das deutsche Unternehmen Heraeus Precious Metals führt die kommende Testphase durch. Christian Gebauer, Leiter Innovation der Division Hydrogen Systems bei Heraeus Precious Metals, sagte, man freue sich auf den Start der Testkampagne und auf die Materialanalyse, die für die Validierung der Technologie notwendig sei. Das Unternehmen setzt dafür umfangreiche Ressourcen zur Bewertung der Katalysatorleistung unter realen Betriebsbedingungen ein. Mit den analytischen und labortechnischen Kapazitäten begleite das Unternehmen alle weiteren Schritte auf dem Weg zur Industrialisierung der iridiumarmen Elektroden.










