Das vom Europäischen Innovationsrat geförderte Projekt „Enabler“ zielt auf den Ersatz von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) ab.
PFAS werden synthetisch hergestellt und sind aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung sehr langlebig. Gelangen die Chemikalien in die Umwelt, können sie dort Schäden für Mensch, Tier und Natur verursachen.
Membran und Elektrodenionomere sind PFAS-frei
Nach Unternehmensangaben wurde nun erstmals ein kompletter PEM-Brennstoffzellen-Short-Stack ausschließlich aus PFAS-freien Komponenten zusammengesetzt – darunter Membranen, Elektrodenionomere und Gasdiffusionsschichten. Auf Basis der Hochleistungskatalysatoren von ReCatalyst fertigte Ionysis katalysatorbeschichtete Membranen in Originalgröße an. Der Stack wurde bei Ekpo Fuel Cell Technologies montiert, betrieben und getestet.
In Einzelzelltests sollen die Membranen Stromdichten von bis zu 2 A/cm² bei 0,65 Volt erreicht haben. Damit liegen sie laut Unternehmen auf dem Niveau von Referenzzellen auf PFAS-Basis.
Langzeit-Haltbarkeitstests geplant
Dr. Stefan Dwenger, Geschäftsführer von Ekpo Fuel Cell Technologies, erklärt: „Die Ergebnisse zeigen, dass PFAS-freie Materialsysteme nicht mehr nur ein Laborkonzept sind, sondern eine ernstzunehmende Option für zukünftige Brennstoffzellengenerationen.“
Als nächste Schritte wollen sich die Projektpartner unter anderem auf die Optimierung der Leistung fokussieren. Auch Langzeit-Haltbarkeitstests sowie weitere Prozess- und Integrationsarbeiten sollen durchgeführt werden. Ziel ist es, die Ergebnisse aus den Einzelzellen auf skalierbare Stapelleistungen zu übertragen.








