Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

PFAS-freier Brennstoffzellenstapel entwickelt

Im Rahmen des europäischen Projekts „Enabler“ haben drei Unternehmen einen vollständig PFAS-freien PEM-Brennstoffzellenstapel realisiert. An dem Vorhaben waren der deutsche Membranhersteller Ionysis GmbH, das deutsche Joint Venture Ekpo Fuel Cell Technologies GmbH sowie die slowenische Brennstoffzellenfirma ReCatalyst d.o.o. beteiligt.

von | 08.04.26

An dem Brennstoffzellenstapel wirkten die Ionysis GmbH, die Ekpo Fuel Cell Technologies GmbH und ReCatalyst d.o.o. mit
© Ionysis GmbH / ReCatalyst d.o.o. / Ekpo Fuel Cell Technologies GmbH
PFAS-freier Brennstoffzellenstapel entwickelt

Das vom Europäischen Innovationsrat geförderte Projekt „Enabler“ zielt auf den Ersatz von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) ab.

PFAS werden synthetisch hergestellt und sind aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung sehr langlebig. Gelangen die Chemikalien in die Umwelt, können sie dort Schäden für Mensch, Tier und Natur verursachen.

Membran und Elektrodenionomere sind PFAS-frei

Nach Unternehmensangaben wurde nun erstmals ein kompletter PEM-Brennstoffzellen-Short-Stack ausschließlich aus PFAS-freien Komponenten zusammengesetzt – darunter Membranen, Elektrodenionomere und Gasdiffusionsschichten. Auf Basis der Hochleistungskatalysatoren von ReCatalyst fertigte Ionysis katalysatorbeschichtete Membranen in Originalgröße an. Der Stack wurde bei Ekpo Fuel Cell Technologies montiert, betrieben und getestet.

In Einzelzelltests sollen die Membranen Stromdichten von bis zu 2 A/cm² bei 0,65 Volt erreicht haben. Damit liegen sie laut Unternehmen auf dem Niveau von Referenzzellen auf PFAS-Basis.

Langzeit-Haltbarkeitstests geplant

Dr. Stefan Dwenger, Geschäftsführer von Ekpo Fuel Cell Technologies, erklärt: „Die Ergebnisse zeigen, dass PFAS-freie Materialsysteme nicht mehr nur ein Laborkonzept sind, sondern eine ernstzunehmende Option für zukünftige Brennstoffzellengenerationen.“

Als nächste Schritte wollen sich die Projektpartner unter anderem auf die Optimierung der Leistung fokussieren. Auch Langzeit-Haltbarkeitstests sowie weitere Prozess- und Integrationsarbeiten sollen durchgeführt werden. Ziel ist es, die Ergebnisse aus den Einzelzellen auf skalierbare Stapelleistungen zu übertragen.

 

(Quelle: Ionysis GmbH/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Straßentests für Lkw mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor gestartet
Straßentests für Lkw mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor gestartet

Volvo Group Trucks Central Europe GmbH (Volvo Trucks) hat Anfang April mit Straßentests von schweren Lkw begonnen, die mit wasserstoffbasierten Verbrennungsmotoren fahren. Durch den Einsatz einer High Pressure Direct Injection (HPDI) sollen unter anderem Energieeffizienz sowie Motorleistung ausgebaut werden. Die Markteinführung ist nach Angaben des Lkw-Herstellerunternehmens noch vor 2030 vorgesehen.

mehr lesen
FNBs verbinden niederländische und belgische Wasserstoffinfrastruktur
FNBs verbinden niederländische und belgische Wasserstoffinfrastruktur

Gasunie-Tochter Hynetwork und der belgische Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) Fluxys Hydrogen haben ein Joint Development Agreement (JDA) für eine grenzüberschreitende Wasserstoffleitung unterzeichnet. Die Verbindung zwischen den Niederlanden und Belgien soll bis etwa 2030 in Betrieb gehen. Wo möglich, wollen die beiden Unternehmen bestehende Erdgasleitungen für den Transport von Wasserstoff umrüsten.

mehr lesen

H2 Talk

„Explosionsschutz ist eine Schlüsseltechnologie für die Wasserstoffwirtschaft“
„International sehen wir ein enormes Wachstumspotenzial im Wasserstoffmarkt“
„Kommunen spielen eine Schlüsselrolle beim Wasserstoffhochlauf“

Publikationen

Das Projekt H2home

Das Projekt H2home

Autor: Matthias Block, Steffen Giesel, Andreas Herrmann und Norman Klüber

Das Ziel von H2home war die Entwicklung eines integrativen Systems mit 5 kW elektrischer Leistung zur hocheffizienten Nutzung von elektrischer Energie, Wärme- und Kälteenergie, bereitgestellt auf Basis von 100 % grünem Wasserstoff. Dieses System ist ...

Zum Produkt

Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: