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Premiere in der Binnenschifffahrt: Nike lässt Wasserstoff-Schiff vom Stapel

Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Nike hat in Rotterdam das nach eigenen Angaben erste wasserstoffbetriebene Binnencontainerschiff der Welt vom Stapel gelassen. Das "H2-Barge 1" getaufte Schiff soll Nike-Produkte von Rotterdam nach Belgien transportieren.

von | 31.05.23

Ein Wasserstoff-Hochdruckspeicher von Air Liquide versorgt das Schiff unterwegs mit Treibstoff
Nike
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31. Mai 2023 | Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Nike hat in Rotterdam das nach eigenen Angaben erste wasserstoffbetriebene Binnencontainerschiff der Welt vom Stapel gelassen. Das „H2-Barge 1″ getaufte Schiff soll Nike-Produkte von Rotterdam nach Belgien transportieren. Die offizielle Einweihung fand am 25. Mai im Beisein niederländischer Politiker statt.

Das von der niederländischen Reederei Future Proof Shipping (FPS) entwickelte und umgerüstete 110 m x 11,45 m große Containerschiff wurde vom Logistikunternehmen BCTN für Nike EMEA gechartert. Es soll Produkte zwischen Rotterdam und dem European Logistics Campus von BCTN im belgischen Meerhout transportieren.

Dank seiner Wasserstoff-Brennstoffzellen könne das Schiff jährlich bis zu 2.000 Tonnen CO2 einsparen. Zum Einsatz komme dabei ausschließlich grüner Wasserstoff.

Die Nachrüstung des Schiffes geht auf die Kooperation mehrerer Unternehmen zurück, darunter FPS, Air Liquide, BCTN, Holland Shipyards Group, Koedood Marine Group, und Nike.

H2-Barge 1: Das erste „wirklich emissionsfreie“ Schiff

Neben seiner Emissions-Ersparnis sei das Binnenschiff leiser als ein Dieselschiff. Zudem verbrauche es wenig er Energiedurch Vibrationen des Schiffsrumpfs und Wärme.

Mark Harbers, niederländischer Minister für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, überreichte dem FPS-Gründer Huib van de Grijspaarde ein A-Zero-Emissionslabel.

 „Es ist mir eine Freude, der H2-Barge 1 das allererste A-Zero-Emissionslabel zu überreichen. Sie das erste Schiff ist, das wirklich als emissionsfrei eingestuft wird. Eine Leistung, die Beifall verdient“, erklärte Harbers anlässlich der Vergabe.

 

Ich hoffe, dass diese Leistung von Future Proof Shipping andere Reeder davon überzeugen wird, ebenfalls auf einen emissionsfreien Transport umzusteigen, und dass wir in Zukunft viele weitere A-Zero-Emissionslabel vergeben werden.“

Weitere Wasserstoff-Schiffe sollen folgen

Richard Klatten, CEO von FPS, bezeichnete den Start als  „entscheidenden Moment, nicht nur für Future Proof Shipping, sondern für die Zukunft der Schifffahrt“. So plane sein Unternehmen, bis 2028 insgesamt zehn Binnen- und Kurzstreckenschiffe zu bauen und zu verchartern.

Finanziert wurde das Nachrüstungsprojekt durch ein Programm der EU, die Netherlands Enterprise Agency (RVO), den Port of Rotterdam und das Expertise- en InnovatieCentrum Binnenvaart in Rotterdam.

Die H2 Barge 1 frontal (Quelle: FPS)

(Quelle: Future Proof Shipping/2023)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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