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Premiere in Wien: Erste Linie fährt nur mit Wasserstoffbussen

Die Wiener Linien haben Ende 2025 zehn Wasserstoffbusse in Betrieb genommen. Damit wird die Linie 39A zur ersten vollständig mit Wasserstoff betriebenen Buslinie der Stadt. Die Fahrzeuge stammen vom portugiesischen Hersteller CaetanoBus und nutzen Brennstoffzellen von Toyota. Den benötigten Wasserstoff produziert das Verkehrsunternehmen konzernintern.

von | 14.01.26

Der Toyota Caetano H2.City Gold Wasserstoff-Bus
© Wiener Linien/Simon Wöhrer
Wien stellt erste Buslinie auf Wasserstoffbetrieb um

Die Wiener Linien setzen ab Dezember 2025 zehn Wasserstoffbusse auf der Linie 39A ein. Für das Verkehrsunternehmen ist die zwölfte Buslinie der Stadt, die komplett ohne Emissionen verkehrt, aber die erste, auf der ausschließlich mit Wasserstoff betriebene Bussen eingesetzt werden.

Die Strecke der Linie 39A weist viele Steigungen auf. Das hügelige Gelände macht die Route ideal für den Einsatz von H₂-Bussen, da die Wasserstoffbusse deutlich leichter sind als vergleichbare Elektrobusse.

Die Fahrzeuge stammen vom portugiesischen Hersteller CaetanoBus. Sie kombinieren europäische Fahrzeugtechnologie mit japanischer Wasserstoffkompetenz. Die zwölf Meter langen Busse vom Typ Toyota Caetano H2.City Gold verfügen über einen Elektromotor von Siemens mit 180 kW Leistung. Die Energie liefert eine Toyota-Brennstoffzelle mit einer Leistung von 70 kW. 

Die Betankung erfolgt an der konzerneigenen Wasserstofftankstelle in der Busgarage Leopoldau. Dort sind die Fahrzeuge stationiert und werden auch vor Ort gewartet.

Die konzerneigenen Wasserstofftankstelle in der Busgarage Leopoldau (© Wiener Linien/Simon Wöhrer)

Die fünf Wasserstofftanks auf dem Dach des Busses versorgen die Brennstoffzelle. Sie fassen jeweils 7,5 Kilogramm Wasserstoff, sodass die Gesamtkapazität 37,5 Kilogramm H₂ beträgt. Die Reichweite der Busse ist mit mindestens 400 Kilometern angegeben. Dadurch können die Busse laut Wiener Linien den ganzen Tag ohne Nachtanken fahren und auch im Nachtbetrieb eingesetzt werden.

Interne Wasserstoffproduktion nutzt Konzernsynergien

Wien Energie stellt den für die Fahrzeuge benötigten Wasserstoff am Smart Campus der Wiener Netze her. Die Betankung erfolgt an der konzerneigenen Wasserstofftankstelle in der Busgarage Leopoldau. Dort sind die Fahrzeuge stationiert und werden auch vor Ort gewartet.

Die Wiener Linien investieren gemeinsam mit dem Ministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie der Europäischen Union rund 10,4 Millionen Euro. Das Budget soll den Kauf und die Instandhaltung der Fahrzeuge abdecken.

Neben der 39A verkehren bereits elf weitere Buslinien ohne Emissionen. Die Innenstadtlinien 2A und 3A nutzen hybride Batterie-Wasserstoffbusse. Auf den Linien 17A, 61A, 61B, 64A, 64B, 70A, 71A, 71B und 73B fahren reine Elektrobusse. Alle Fahrzeuge werden mit Ökostrom oder grünem Wasserstoff betrieben. Darüber hinaus will die Wiener Linien weiter verschiedene Busmodelle mit Elektro- und Wasserstoffantrieb testen.

Betanken des neuen Busses mit Wasserstoff

Betanken eines Busses mit Wasserstoff (© Wiener Linien/Simon Wöhrer)

Betanken des neuen Busses mit Wasserstoff

Die Wasserstoff-Zapfpistole, die den Bus mit 350 bar Wasserstoff betankt (© Wiener Linien/Simon Wöhrer)

 

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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