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Produzent von Wasserstoff-Schiffen tritt Ocean Hyway Cluster bei

Das norwegische Unternehmen H2Carrier entwickelt und betreibt den P2XFloater™, ein Schiff zur Erzeugung von Wasserstoff und Ammoniak. Nun tritt es dem Ocean Highway Cluster bei.

von | 26.01.23

H2Carrier
H2Carrier
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26. Januar 2023 | Das norwegische Unternehmen H2Carrier konzipiert den P2XFloater™, ein Schiff zur Erzeugung von Wasserstoff und Ammoniak. Nun tritt es dem Ocean Hyway Cluster bei.

Das Ocean Hyway Cluster ist das nach eigenen Angaben „größte norwegische Netzwerk für wasserstoffbasierte Lösungen im maritimen Sektor“. Von dem Beitritt verspricht sich H2Carrier laut CTO Sebastian Kihle weitere Kenntnisse über den Wasserstoffsektor, Unterstützung bei der Projektierung und die Vernetzung mit potenziellen Partnern.

Wasserstoffproduktion auf Schiffen

H2Carrier AS wurde 2019 gegründet. Das Kernteam besaß Erfahrungen aus der Offshore-Förderung von Öl und Gas sowie mit Offshore-Windanlagen.

Die Norweger entwickeln den P2XFloater™. Er soll eine netzunabhängige Produktion von Wasserstoff und grünem Ammoniak mit anschließendem Transport zum Verbraucher ermöglichen. Das Konzept basiert auf der Umrüstung eines Very Large Gas Carriers (VLGC) und der Erweiterung seines Designs durch die Verlängerung des Rumpfes, um die Produktionskapazität zu maximieren.

Grüner Wasserstoff wird an Bord erzeugt. Dazu wird Meerwasser an Bord gepumpt, gereinigt und Elektrolyseuren zugeführt. Den Wasserstoff will man anschließend mit aus der Luft gewonnenem Stickstoff kombinieren und in einem Generator zu grünem Ammoniak synthetisieren. Alle Schritte beruhen laut H2Carrier auf regenerativer Wind-, Solar- oder Wasserenergie, die über ein Hochleistungskabel von einer Stromquelle in der Nähe zum Schiff gelangt.

H2Carrier

Konzept des P2XFloaters™ (Quelle: H2Carrier)

Nach Angaben von CTO Sebastian Kihle fokussiert sich H2Carrier derzeit auf die Projektentwicklung -planung. Gesucht werden Standorte für den P2XFloater™., an denen erneuerbare Energien zu niedrigen Kosten verfügbar sind. Derzeit werde an über 10 Projekten gearbeitet, hauptsächlich in Nordeuropa und Grönland,

Ammoniak-Projekt in Grönland

Ein Vorhaben ist die Entwicklung des ersten kommerziellen Windparks in Grönland samt Produktion und Export von grünem Ammoniak. H2Carrier hat mit dem in Grönland ansässigen Unternehmen Anori A/S eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet.

Der Windpark soll 1,5 GW erneuerbare Energie erzeugen, die das schwimmende Produktionsschiff von H2Carrier mit Strom versorgt. Das fertige Ammoniak lagert man in Tanks an Bord des Schiffes, transportiert es dann auf kleinere Schiffe und exportiert es zum Verkauf auf dem internationalen Markt. Mit dem Großprojekt möchte Grönland künftig eine stärkere Rolle auf dem internationalen Energie.Markt spielen.

Kooperation mit indischem Maschinenbauer

Das Unternehmen hat kürzlich eine Absichtserklärung mit Larsen & Toubru (L&T) für das Topside-Engineering und den Bau der Ammoniakanlage für den P2XFloater™ abgeschlossen. Geplant ist, den Rumpf des Schiffes auf Werften in Asien zu bauen. Währenddessen soll L&T die Prozess- und Versorgungsmodule zur Produktion von Wasserstoff und Ammoniak entwickeln, darunter die Elektrolyseure und Stickstofferzeugungsanlage.

Die Installation und Integration der Oberseitenmodule in den Schiffskörper ist laut Unternehmen überall möglich.

 

(Quelle: H2Carrier/Ocean Hyway Cluster/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Modell des P2XFloaters (Quelle: H2Carrier)

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