Der Hersteller von Elektrotreibstoffen HIF Global, das Fahrzeugunternehmen Toyota Chile und der Mobilitätsdienstleister Mitta haben im Januar 2026 das Demonstrationsprojekt „Route Zero“ gestartet. Ziel ist der Einsatz von mit e-Fuels betriebenen Fahrzeugen in Patagonien.
E-Benzin in Hybridfahrzeugen
Im Rahmen von „Route Zero“ sollen Hybridfahrzeuge von Toyota Chile zum Einsatz kommen, die mit E-Benzin betrieben werden. Der hierzu benötigte synthetische Kraftstoff stamme aus der Power-to-Methanol-Anlage Haru Oni im Süden Chiles. Rund 2.500 Liter e-Fuels von HIF Global sollen dementsprechend an Mitta-Kunden an einer Tankstelle in Punta Arenas zur Verfügung gestellt werden.
Laut Unternehmensangaben können durch die Hybridtechnologie die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen um bis zu 40 % reduziert werden.
Wasserstoff im Herstellungsprozess
E-Fuels sind synthetische Kraftstoffe, die mithilfe von erneuerbarem Strom hergestellt werden. Zunächst wird Wasser mittels Elektrolyse in Sauerstoff und grünen Wasserstoff gespalten. Anschließend wird dieser Wasserstoff mit CO₂ aus der Atmosphäre oder aus industriellen Prozessen zu synthetischen Kraftstoffen umgewandelt.
Einsatz bei langen Entfernungen möglich
Das Vorhaben der drei Unternehmen richte sich an Touristen, die mit dem Einsatz der e-Fuels über 30.000 Kilometer zurücklegen könnten. Somit eigne sich das Projekt für Regionen, in denen lange Entfernungen und eine begrenzte Ladeinfrastruktur eine vollständige Elektrifizierung erschweren würden.
Ignacio Correa, CEO von Mitta, erklärt: „In einer herausfordernden Geografie wie Magallanes sind Hybridfahrzeuge und synthetische Kraftstoffe die perfekte Lösung. Mit dieser Initiative können unsere Kunden nachhaltig reisen, ohne ihre Gewohnheiten ändern zu müssen.“
Bereits zuvor kamen die Kraftstoffe im Antarktis-Tourismus zum Einsatz. Dort wurden sie in den Motorbooten des Kreuzfahrtunternehmens Antarctica21 verwendet.










