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Projekt „Trailblazer“: Air Liquide plant Anlage zur Wasserstofferzeugung

Air Liquide und Siemens Energy haben gemeinsam das Projekt „Trailblazer“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine 20 MW-Protonen-Exchange-Membran (PEM)-Elektrolyseanlage zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff und Sauerstoff. „Trailblazer“ soll Ende 2023 seinen Betrieb aufnehmen.

von | 31.07.23

Robert Habeck (m.) und Mona Neubaur (r.) besuchten das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima geförderte Projekt
Air Liquide
Robert Habeck und Mona Neubaur bei Air Liquide

31. Juli 2023 | Air Liquide und Siemens Energy haben gemeinsam das Projekt „Trailblazer“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine 20 MW-Protonen-Exchange-Membran (PEM)-Elektrolyseanlage zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff und Sauerstoff. „Trailblazer“ soll Ende 2023 seinen Betrieb aufnehmen.

Ende 2021 hatten Air Liquide und Siemens Energy eine Partnerschaft im Bereich Wasserstoff angekündigt. Neben dem Aufbau einer gemeinsamen Giga Factory für Elektrolyseure in Berlin (geplanter Start November 2023) planen beide Unternehmen, gemeinsam großskalige Elektrolyseur-Projekte zu realisieren. „Trailblazer“ (dt. Wegbereiter) ist das erste Projekt im Rahmen dieser Partnerschaft.

Bereits seit 2004 betreibt Air Liquide mehrere Anlagen im Oberhausener Chemiepark (Quelle: Air Liquide)

„Trailblazer“ hat eine Kapazität von 20 MW und wird künftig bis zu 2.900 t erneuerbaren Wasserstoff pro Jahr sowie erneuerbaren Sauerstoff produzieren. Eine Ausbaustufe auf eine Leistung von 30 MW ist möglich.

Aktuell errichtet Air Liquide den Groß-Elektrolyseur im Chemiepark von OQ Chemicals in Oberhausen. Folgen soll der Anschluss an die mehr als 220 km lange, bereits bestehende Wasserstoff-Infrastruktur von Air Liquide. So soll die Versorgung von Schlüsselindustrien wie Stahl, Chemie und Raffinerien sowie die emissionsfreie Mobilität an Rhein und Ruhr mit erneuerbarem Wasserstoff erfolgen.

Habeck und Neubaur besichtigen „Trailblazer“

„Trailblazer“ ist das erste Projekt, das im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima gefördert wurde.

Daher besichtigten am 26. Juli zwei prominente Grünen-Politiker, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Mona Neubaur, Wirtschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, die im Bau befindliche Anlage in Oberhausen.

Weitere Partnerschaft mit Thyssenkrupp Steel

Gemeinsam mit Thyssenkrupp Steel arbeitet Air Liquide an diversen Dekarbonisierungsprojekten. Thyssenkrupp Steel plant, eine große Direktreduktionsanlage für die wasserstoffbasierte Stahlerzeugung am Standort Duisburg zu errichten. Seit Ende 2022 ist Thyssenkrupp an die Wasserstoff-Infrastruktur von Air Liquide angeschlossen. Dazu wurde von einer bestehenden Pipeline eine Verbindung von rund 4 km bis auf das Werkgelände des Stahlherstellers gebaut. „Trailblazer“ wird eine erste nachhaltige Wasserstoffquelle für Thyssenkrupp darstellen.

Ein wichtiger Aspekt von „Trailblazer“ ist es, von den Erfahrungen mit diesem Elektrolyseur zu profitieren: Im Hinblick auf die Projektimplementierung und das Engineering ebenso wie auf den Anlagenbetrieb. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen für den weiteren Wasserstoff-Markthochlauf in Deutschland von Nutzen sein.

Weitere Informationen zum Projekt Trailblazer finden Sie hier

 

(Quelle: Air Liquide/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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