Der Gesellschafter Everllence (ehemals MAN Energy Solutions) hat Michael Meister permanent als CEO des Elektrolyseurherstellers Quest One bestätigt. Dies meldete das Unternehmen am Mittwoch (13. August). Meister behält in seiner neuen Rolle die Verantwortung für die Bereiche Produktion, Qualität und Beschaffung. Seit Februar 2025 hatte er die Position interimsweise inne.
Die Personalentscheidungen erfolgen vor dem Hintergrund herausfordernder Marktbedingungen in der Wasserstoffbranche. „Michael Meister hat Quest One in den vergangenen Monaten mit Führungsstärke durch eine anspruchsvolle Phase gesteuert und dabei wichtige Weichen für die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens gestellt“, erklärte Jürgen Klöpffer, Vorsitzender des Beirats von Quest One und Vorstandsmitglied von Everllence.
CEO Meister ist seit Oktober 2022 Mitglied der Quest One-Geschäftsführung und war zuvor rund sieben Jahre in leitender Funktion bei BMW tätig. Das 1997 als H-Tec Systems gegründete Unternehmen entwickelt und produziert PEM-Elektrolyseure mit Anlagengrößen zwischen einem und mehreren hundert Megawatt und unterhält Standorte in Hamburg, Augsburg sowie Houston, USA.
Neuer CTO verstärkt Geschäftsführung
Parallel zur CEO-Bestätigung berief Quest One Alexandre Ménage als neuen Chief Technology Officer in die Geschäftsführung. Der ehemalige Abteilungsleiter bei MAN Energy Solutions bringe umfassende Expertise in Engineering und Produktentwicklung mit, so die Mitteilung.
Ménage leitete bei dem Maschinen- und Anlagenbauer zuletzt das Engineering des Turbolader-Segments und folgte auf Marius Zasche, der in eine neue Rolle bei Everllence wechselte. „Mit Alexandre Ménage hat Quest One einen versierten Technologiechef gewonnen, der viel Erfahrung darin mitbringt, neue und komplexe Produkte von der Idee bis zur Serienfertigung und stabilen Markteinführung effizient zu entwickeln“, betonte Klöpffer.
Gigahub als Grundlage für Wachstumskurs
Die Führungsumstellung erfolgt rund zehn Monate nach der Eröffnung des Gigahubs in Hamburg, in dem Quest One eine industrielle Stack-Produktion betreiben will. Ein Großteil der internationalen Elektrolyseurproduktion erfolgt heute noch manuell.
Gegenüber H2-News.de erklärte Executive Vice President Strategy & Product Dominik Heiß im Herbst 2024, dass die Produktionskapazität des Gigahubs bis 2026 auf ein Gigawatt jährlich steigen soll. Bei voller Ausbaustufe waren über fünf Gigawatt vorgesehen.
Im Herbst 2024 hatte Heiß eine gewisse Ernüchterung nach dem Wasserstoff-Hype der frühen 2020er Jahre konstatiert. Gleichzeitig betonte er: „Eine substanzielle Industrie entsteht, die auch Investoren signalisiert, dass künftig mehr Geld bereitgestellt werden kann.“








