Bayernoil hat beim Netzbetreiber Transportkapazitäten im zukünftigen Wasserstoff-Kernnetz reserviert. Damit macht die Raffineriegesellschaft konkrete industrielle Nachfrage sichtbar und setzt einen Impuls für die Entwicklung der regionalen Wasserstoffinfrastruktur im Großraum Ingolstadt.
Mit der Kapazitätsreservierung wird aus der strategischen Infrastrukturplanung ein konkretes Marktprojekt. Für die Anbindung an das künftige Kernnetz arbeitet Bayernets im Rahmen des Projekts H2-Cluster Ingolstadt/HyPipe two mit regionalen Stakeholdern zusammen. Das Projekt soll die beteiligten Industriestandorte sowie die Region rund um Ingolstadt künftig mit Wasserstoff versorgen. Die vertragliche Vereinbarung markiert einen Meilenstein für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in Bayern.
Kapazitätsreservierung schafft Voraussetzungen für industrielle Nutzung
„Mit der Kapazitätsreservierung setzt Bayernoil ein klares Signal: Wir wollen die Anbindung Bayerns an das Wasserstoffnetz aktiv mitgestalten und schaffen heute die Voraussetzungen für die industrielle Nutzung von Wasserstoff an den Raffineriestandorten im Großraum Ingolstadt„, sagte Dr. Philipp Kaiser, Leiter Business Development der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH.
Dr. Matthias Jenn, Geschäftsführer der Bayernets GmbH, ergänzte, dass die Transportkapazitäten innerhalb des H2-Clusters Ingolstadt so erstmals eine vertragliche Grundlage erhalten hat. Das schaffte Planungssicherheit und bringe so den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur einen Schritt voran.
Das Projekt HyPipe two gehört zum genehmigten deutschen Wasserstoff-Kernnetz. Es verbindet zunächst als Inselnetz regionale Erzeugungs- und Verbrauchsstandorte. Mit der schrittweisen Umsetzung weiterer Kernnetzmaßnahmen wird HyPipe two an das deutschlandweite Wasserstofftransportnetz sowie an internationale Importkorridore angebunden. Damit schafft das Projekt die Voraussetzungen dafür, dass Raffineriestandorte im Großraum Ingolstadt Teil des nationalen und europäischen Wasserstoffsystems werden. Aus Sicht von Bayernoil ist im nächsten Schritt der überregionale Anschluss des Raffineriestandortes von zentraler Bedeutung.










