Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Ørsted und bp wollen gemeinsam die Industrie dekarbonisieren

Die Unternehmen bp und Ørsted beabsichtigen bei der Produktion von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab zusammenzuarbeiten. In einer ersten Phase planen die beiden Unternehmen den Bau eines 50 Megawatt Elektrolyseurs mit dazugehöriger Infrastruktur in der bp Raffinerie in Lingen im Nordwesten Deutschlands. Hierfür soll erneuerbarer Strom von Offshore-Windparks in der Nordsee von Ørsted genutzt werden. Die […]

von | 16.11.20

Bild: BP Europa SE
Bild: BP Europa SE
Raffinerie Lingen

Die Unternehmen bp und Ørsted beabsichtigen bei der Produktion von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab zusammenzuarbeiten. In einer ersten Phase planen die beiden Unternehmen den Bau eines 50 Megawatt Elektrolyseurs mit dazugehöriger Infrastruktur in der bp Raffinerie in Lingen im Nordwesten Deutschlands. Hierfür soll erneuerbarer Strom von Offshore-Windparks in der Nordsee von Ørsted genutzt werden. Die Anlage könnte eine Tonne erneuerbaren Wasserstoff pro Stunde erzeugen, der in der Raffinerie zur Herstellung von Kraftstoffen genutzt wird. Dadurch könnten rund 20 Prozent des derzeit in der Raffinerie aus fossilem Erdgas erzeugten Wasserstoffs ersetzt werden. Die Inbetriebnahme ist für 2024 vorgesehen.

Zusätzlich hat das Projekt Ausbau-Potenzial. In einer zweiten Phase könnte die Erweiterung der Elektrolyse auf 150 MW realisiert werden. Ziel von bp ist es, langfristig den gesamten fossil erzeugten Wasserstoff der Raffinerie Lingen zu ersetzen und so zu einer deutlichen Senkung der CO2 Emissionen in der Kraftstoffproduktion beizutragen. Käme auch die Herstellung synthetischer Kraftstoffe z.B. für die Luftfahrt hinzu, sogenannte E-Fuels, könnten in einem weiteren Projektschritt am Standort Elektrolyse-Kapazitäten von mehr als 500 MW geplant werden.

Weitere Ziele des Projekts

Neben der umweltfreundlichen Wasserstoffproduktion konzentriert sich das Projekt auf die Optimierung des Elektrolysesystems und auf eine vollständige Integration in die Raffinerieprozesse. So soll die nachhaltige Nutzung der Hauptnebenprodukte der Elektrolyse, wie Sauerstoff und Überschusswärme, analysiert werden und in technische sowie kommerziellen Studien einfließen.

EU Fördermittel beantragt

Unter dem Namen „Lingen Green Hydrogen“ haben die Partner gemeinsam Ende Oktober 2020 Fördermittel für das Projekt beim EU Innovation Fund beantragt. Das Programm ist derzeit eines der größten Förderprogramme für innovative kohlenstoffarme Technologien und richtet sich unter anderem an die energieintensive Industrie.

 

Quelle: Ørsted

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

„Versorgungssicherheit und Klimaschutz sind keine Gegensätze“
„Versorgungssicherheit und Klimaschutz sind keine Gegensätze“

Mit ERA ONE konnte die Ineratec GmbH zeigen, dass ihre Technologie im industriellen Maßstab funktioniert. Jetzt geht das Karlsruher Unternehmen mit LIFELINE den nächsten Schritt: einer containerisierten, mobilen Anlage für die dezentrale Kraftstoffproduktion. Im Interview erklärt CEO und Mitbegründer Dr.-Ing. Tim Böltken, welches Problem LIFELINE lösen soll, wie die Produkte im Projekt Giga PtX zum Einsatz kommen und warum er für den Gesamtmarkt der synthetischen Kraftstoffe (e-Fuels) von einem stufenweisen Hochlauf ausgeht.

mehr lesen
Wasserstofffahrzeug JCB Hydromax stellt neuen Geschwindigkeitsweltrekord auf
Wasserstofffahrzeug JCB Hydromax stellt neuen Geschwindigkeitsweltrekord auf

Der JCB Hydromax hat auf den Bonneville Salt Flats in Utah (USA) einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Landfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb aufgestellt. Es erreichte 653,909 km/h und löst damit den bisherigen Rekord von 301,95 km/h ab. Auch das deutsche Unternehmen Poppe + Potthoff GmbH war an dem Vorhaben beteiligt und lieferte Komponenten für das Wasserstoffverteilsystem.

mehr lesen
Whitepaper macht Kommunikation zum Erfolgsfaktor für die Wasserstoffwirtschaft
Whitepaper macht Kommunikation zum Erfolgsfaktor für die Wasserstoffwirtschaft

Der Wasserstoffmarkt in Deutschland ist technologisch bereit, wirtschaftlich jedoch bisher nicht tragfähig. Dafür haben bislang stabile Preissignale, verlässliche Abnahmestrukturen und ein konsistenter Förderrahmen gefehlt. Zu diesem Schluss kommt die Collective Consulting GmbH nach mehreren Interviews mit Branchenexperten in ihrem aktuellen Whitepaper. Die Kommunikationsberatung hat daraus sechs Handlungsempfehlungen für Unternehmen der Wasserstoffwirtschaft abgeleitet, mit denen sich Innovationen leichter in marktfähige Lösungen übersetzen lassen.

mehr lesen

H2 Talk

„Versorgungssicherheit und Klimaschutz sind keine Gegensätze“
„Das Engagement hat riesige Fortschritte für die Elektrolysetechnologie gebracht“
„Unsere neue H₂-Trainingsstrecke nimmt eine europäische Vorreiterrolle ein”

Publikationen

Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: