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RWE plant H2-ready Gaskraftwerk in Werne

Die RWE Generation SE will am eigenen Kraftwerksstandort in Werne ein H2-ready Gaskraftwerk errichten. Das wasserstofffähige Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) soll über eine Nennleistung von ca. 800 Megawatt verfügen. Für die Planung der Anlage hat der Energiekonzern ein italienisch-spanisches Konsortium beauftragt, das bereits an der Genehmigungsplanung arbeite.

von | 03.06.24

Visualisierung der geplanten Anlage
© RWE Generation SE
Visualisierung H₂-ready Gaskraftwerk Werne

3. Juni 2024 | Der Essener Energiekonzern RWE will am Standort in Werne ein H2-ready Gaskraftwerk errichten. Das wasserstofffähige Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) soll über eine Leistung von rund 800 Megawatt verfügen. Mit der Planung hat der Energiekonzern ein italienisch-spanisches Konsortium beauftragt, das derzeit die behördliche Genehmigung vorbereite. Eine finale Investitionsentscheidung hänge indes noch von mehreren Faktoren ab, darunter dem möglichen Anschluss an ein Wasserstoffnetz.

RWE Generation SE plant an mehreren Standorten den Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke. Damit will die Kraftwerks-Tochter von RWE den Kohleausstieg im Jahre 2030 vorbereiten. Nach Weisweiler im Rheinischen Revier plant das Unternehmen nun eine zweite H₂-ready Anlage am Standort Werne, teilte es am Mittwoch (29. Mai) mit.

Am Kraftwerk Gersteinwerk will der Energiekonzern demnach ein Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) mit einer Nennleistung von ca. 800 Megawatt errichten. Mit der Planung hat RWE ein Konsortium der Unternehmen Ansaldo Energia (Italien) und Tecnicas Reunidas (Spanien) beauftragt. Die technischen Sondierungen seien bereits abgeschlossen.

Im ersten Schritt beinhalte der zwischen den Unternehmen abgeschlossene Vertrag die Genehmigungsplanung für das H2-ready Gaskraftwerk. Sie sei essenziell, um den Bau anschließend rasch umsetzen zu können. Eine finale Investitionsentscheidung seitens RWE stehe noch aus.

Inbetriebnahme bis 2030

Mit der bereits laufenden Genehmigungsplanung gehe der Energieversorger in Vorleistung, um das GuD möglicherweise noch bis 2030 fertigzustellen. Dafür brauche es indes schnell grundlegende Weichenstellungen der Politik.

„Erst wenn die Anbindung des Standortes an ein Wasserstoffnetz gesichert ist und die Rahmenbedingungen einen wirtschaftlichen Betrieb der Kraftwerke ermöglichen, können wir eine endgültige Investitionsentscheidung treffen“, so Nikolaus Valerius, CEO RWE Generation SE.

Die Bundesregierung hat angekündigt, mit ihrer Kraftwerkstrategie zeitnah einen Regulierungsrahmen für die Ausschreibung von wasserstofffähigen Gaskraftwerken zu schaffen. RWE will sich an diesen Ausschreibungen beteiligen. Das GuD Gersteinwerk in Werne könnte nach den aktuellen Plänen der Wasserstoff-Infrastruktur nah an einer H2-Transportleitung liegen.

Vollständiger Wasserstoffbetrieb geplant

Nach Angaben des Unternehmens könnte die Anlage in Werne die Stromproduktion bis 2030 aufnehmen. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme soll das Kraftwerk mindestens 50 Prozent Wasserstoff nutzen können. Später soll es dann vollständig mit Wasserstoff betrieben werden.

In den nächsten Wochen will der Konzern die kommunalen Gremien in Werne sowie die Stadt Hamm und den Kreis Unna über ihr Vorhaben informieren. Nach den Sommerferien plane man öffentliche Informationsveranstaltungen. Der Bau des Kraftwerks ist eines von rund 30 Projekten zur Wasserstoffnutzung, die der Konzern derzeit vorantreibt,

(Quelle: RWE/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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