Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

RWE reserviert 150 MW Elektrolyseur-Kapazität

RWE hat mit dem britischen Elektrolyseur-Hersteller ITM Power eine Reservierung für 150 MW Elektrolyse-Kapazität vereinbart. Der Vertrag umfasst 30 containerisierte Elektrolyseur-Einheiten des Typs Neptune V mit Abruf bis 2027. Die Vereinbarung folgt auf RWEs Betrieb einer Pilotanlage von ITM Power und die laufende Lieferung von Elektrolyseuren für das GetH2 Nukleus-Projekt in Lingen.

von | 25.09.25

ITM Power bietet das Neptune II (2 MW) Modul, Neptune V (5 MW) Modul und das Poseidon (20 MW) Modul an
© ITM Power
RWE reserviert 150 MW Elektrolyseur-Kapazität bei ITM Power

Die Reservierung stellt ein Folgegeschäft zwischen dem britischen Elektrolyseur-Hersteller und dem deutschen Energiekonzern dar. RWE betreibt bereits eine 4-MW-Pilotanlage von ITM Power. Diese befindet sich auf dem Gelände des Gaskraftwerks Emsland und besteht aus zwei „Cubes“ zu je 2 MW. Die PEM-Elektrolyseure sind seit Sommer 2024 in der kleineren Halle der Versuchsanlage verbaut. Parallel läuft die Auslieferung von 200 MW Elektrolyseur-Kapazität für das GetH2 Nukleus-Projekt in Lingen.

CEO Dennis Schulz betonte die Bedeutung der erweiterten Zusammenarbeit mit dem Energiekonzern. Die zusätzliche Kapazitätsreservierung unterstreiche das Vertrauen von RWE in die Technologie und Lieferfähigkeit von ITM Power: „Die Wiederholung des Geschäfts mit einem weltweit führenden Energieunternehmen ist die stärkste Bestätigung für unsere Strategie, unsere Produkte und unsere Mitarbeiter.”

Neptune V ist die neuesten Generation von ITM Powers containerisierte Wasserstoff-Produktionsanlage. Jede Elektrolyseur-Einheit integriert alle notwendigen Anlagenkomponenten in einem kompakten Container-Design. So will das Unternehmen eine schnelle Bereitstellung, vereinfachte Installation und einen zuverlässigen Betrieb ermöglichen. Außerdem lassen sich mehrere Container zu einer größeren Anlage vernetzen. Das britische Unternehmen hat Elektrolyse-Einheit Neptune V im vergangenen Jahr eingeführt.

Weitere Projekte

Der britische Elektrolyseur-Hersteller hat im Mai einen Vertrag zur Lieferung eines 5-MW-Elektrolyseurs an die Westnetz GmbH unterzeichnet. Der Dortmunder Strom- und Gasnetzbetreiber will die Anlage für einen Kunden aus dem öffentlichen Nahverkehr installieren.

Das 2000 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert PEM-Elektrolyseure und ist seit 2004 an der Londoner Börse AIM notiert.

Die ITM Power-Tochter Hydropulse hat Ende Juni eine strategische Partnerschaft mit dem Projektentwickler Eternal Power vereinbart. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen ein „Hydrogen-as-a-Service“-Modell etablieren. Das Geschäftsmodell von Hydropulse basiert auf containerisierten PEM-Elektrolyseanlagen. Ziel ist die beschleunigte Umsetzung industrieller Wasserstoffprojekte in Deutschland. Erste Lieferungen sollen bereits ab Sommer 2025 erfolgen.

 

(Quelle: ITM Power/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“
„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“

Hamburg gilt als eine der vielversprechendsten Wasserstoff-Modellregionen Deutschlands, denn die Stadt vereint auf engem Raum die gesamte H₂-Wertschöpfungskette. Dabei entsteht keine Insellösung, sondern eine offene Infrastruktur, in die zunächst der Hamburger Green Hydrogen Hub und später potenziell auch über Terminals und das Kernnetz Wasserstoff einspeisen und so ein breites Ökosystem an Abnehmern versorgen kann. Jan Rispens, Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg, erklärt im exklusiven Interview mit H2News, wie sein Netzwerk den Wasserstoffhochlauf in der Metropolregion aktiv mitgestaltet und warum der Rückgang des Hypes kein Rückschlag ist.

mehr lesen
EU fördert H2-Infrastruktur: 600 Millionen Euro für grenzüberschreitende Energieprojekte
EU fördert H2-Infrastruktur: 600 Millionen Euro für grenzüberschreitende Energieprojekte

Die Europäische Kommission hat am 30. April einen neuen Förderaufruf für grenzüberschreitende Energieinfrastrukturprojekte gestartet. Über das Programm CEF (Connecting Europe Facility) stehen insgesamt 600 Millionen Euro für Studien und Bauarbeiten zur Verfügung. Der Aufruf richtet sich an Vorhaben der aktualisierten Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse (PCI) und der Projekte von gegenseitigem Interesse (PMI). Diese umfasst unter anderem 100 Wasserstoffprojekte.

mehr lesen
350 Millionen Euro Bundesmittel treiben Deutschlands größte eSAF-Anlage in Schwedt an
350 Millionen Euro Bundesmittel treiben Deutschlands größte eSAF-Anlage in Schwedt an

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke haben den Förderbescheid für das Projekt „Brandenburg eSAF“ übergeben. Dabei soll in Schwedt die größte deutsche Produktionsanlage für elektrische nachhaltige Flugkraftstoffe (eSAF) entstehen. Die Anlage soll ab 2030 jährlich mehr als 30.000 Tonnen eSAF produzieren. Die Menge entspricht rund einem Viertel der deutschen eSAF-Beimischungspflichten. Bund und Land Brandenburg fördern das Projekt mit 350 Millionen Euro. 

mehr lesen

H2 Talk

„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“ Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH)
„Ab 2026 könnten wir über den THG-Quotenhandel 15 Euro pro Kilogramm Wasserstoff erzielen“
„Wasserstoff ist in der industriellen Prozesswärme eine ‚No-Regret-Option‘“

Publikationen

Power-to-Gas

Power-to-Gas

Erscheinungsjahr: 2020

Das Fachbuch fasst aktuelles Wissen zu Power-to-Gas zusammen und bereitet es für Ingenieure der Energie- und Gasversorgung auf. Es wird die gesamte Wertschöpfungskette vom bereitgestellten Strom über die Erzeugung von Wasserstoff und die Integration ...

Zum Produkt

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Autor: Raphael Niepelt, Rolf Brendel

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Transformation und Defossilierung des Energiesystems. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat sich die Politik klar zu grünem Wasserstoff bekannt, wobei der Bedarf vor allem über Importe aus ...

Zum Produkt