Die Reservierung stellt ein Folgegeschäft zwischen dem britischen Elektrolyseur-Hersteller und dem deutschen Energiekonzern dar. RWE betreibt bereits eine 4-MW-Pilotanlage von ITM Power. Diese befindet sich auf dem Gelände des Gaskraftwerks Emsland und besteht aus zwei „Cubes“ zu je 2 MW. Die PEM-Elektrolyseure sind seit Sommer 2024 in der kleineren Halle der Versuchsanlage verbaut. Parallel läuft die Auslieferung von 200 MW Elektrolyseur-Kapazität für das GetH2 Nukleus-Projekt in Lingen.
CEO Dennis Schulz betonte die Bedeutung der erweiterten Zusammenarbeit mit dem Energiekonzern. Die zusätzliche Kapazitätsreservierung unterstreiche das Vertrauen von RWE in die Technologie und Lieferfähigkeit von ITM Power: „Die Wiederholung des Geschäfts mit einem weltweit führenden Energieunternehmen ist die stärkste Bestätigung für unsere Strategie, unsere Produkte und unsere Mitarbeiter.”
Neptune V ist die neuesten Generation von ITM Powers containerisierte Wasserstoff-Produktionsanlage. Jede Elektrolyseur-Einheit integriert alle notwendigen Anlagenkomponenten in einem kompakten Container-Design. So will das Unternehmen eine schnelle Bereitstellung, vereinfachte Installation und einen zuverlässigen Betrieb ermöglichen. Außerdem lassen sich mehrere Container zu einer größeren Anlage vernetzen. Das britische Unternehmen hat Elektrolyse-Einheit Neptune V im vergangenen Jahr eingeführt.
Weitere Projekte
Der britische Elektrolyseur-Hersteller hat im Mai einen Vertrag zur Lieferung eines 5-MW-Elektrolyseurs an die Westnetz GmbH unterzeichnet. Der Dortmunder Strom- und Gasnetzbetreiber will die Anlage für einen Kunden aus dem öffentlichen Nahverkehr installieren.
Das 2000 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert PEM-Elektrolyseure und ist seit 2004 an der Londoner Börse AIM notiert.
Die ITM Power-Tochter Hydropulse hat Ende Juni eine strategische Partnerschaft mit dem Projektentwickler Eternal Power vereinbart. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen ein „Hydrogen-as-a-Service“-Modell etablieren. Das Geschäftsmodell von Hydropulse basiert auf containerisierten PEM-Elektrolyseanlagen. Ziel ist die beschleunigte Umsetzung industrieller Wasserstoffprojekte in Deutschland. Erste Lieferungen sollen bereits ab Sommer 2025 erfolgen.









