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RWE und Hyphen prüfen Abnahme von grünem Ammoniak aus Namibia

RWE und Hyphen Hydrogen Energy haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach RWE ab 2027 jährlich bis zu 300.000 Tonnen grünes Ammoniak aus Namibia beziehen könnte.

von | 05.12.22

Das LNG-Terminal in Brunsbüttel könnte als Zielhafen für namibisches Ammoniak dienen
© PixelPerfected - stock.adobe.com
Atlas, Wasserstoffbank, Lubmin, Elektrolyse, Elektrolyseur

05. Dezember 2022 | RWE und Hyphen Hydrogen Energy haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach RWE ab 2027 jährlich bis zu 300.000 Tonnen grünes Ammoniak aus Namibia beziehen könnte.

Hyphen wurde von der namibischen Regierung zum bevorzugten Bieter für die Entwicklung des ersten grünen Wasserstoffprojekts in Namibia ernannt. Bis 2027 soll das Projekt jährlich 1 Mio. t grünes Ammoniak für den Export produzieren. Ammoniak ist ein Wasserstoffderivat, das sich besonders gut für den Transport per Schiff eignet. Das deutsche Erneuerbare Energien-Unternehmen ENERTRAG ist einer der Gesellschafter des HyphenKonsortiums.

RWE versucht, ein weltweit diversifiziertes Portfolio von langfristigen Abnahmeverträgen für grünen Wasserstoff und seine Derivate aufzubauen. In diesem Zusammenhang hat das Essener Unternehmen im März angekündigt, bis 2026 ein Terminal für grünes Ammoniak in Brunsbüttel zu bauen. Dieses Terminal könnte als ein Zielhafen für namibisches Ammoniak dienen.

Diversifizierung des Energie-Portfolios

Marco Raffinetti, CEO von Hyphen Hydrogen Energy, erläutert:

„Wir freuen uns sehr über diese Vereinbarung mit RWE. Dieser Meilenstein untermauert unsere ehrgeizigen Ziele, grünen Wasserstoff von Namibia aus in die ganze Welt zu exportieren. Indem wir enge Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern und Abnehmern in ganz Europa knüpfen, arbeiten wir gemeinsam mit der namibischen Regierung an der Entwicklung einer Industrie, die im südlichen Afrika eine Vorreiterrolle bei der Erreichung der regionalen und globalen Dekarbonisierungsziele spielen wird.“

Ulf Kerstin, CCO von RWE Supply & Trading, ergänzt :

„Grüne Moleküle sind für viele Branchen in Deutschland die einzige Möglichkeit, ihre Klimaziele zu erreichen. Langfristig wird Deutschland seinen Bedarf an grünen Molekülen vor allem über Importe decken müssen. Darum freuen wir uns darauf, die Gespräche mit Hyphen voranzutreiben, die darauf abzielen, grünes Ammoniak aus Namibia nach Deutschland zu bringen.“

Energietransporteur Ammoniak

Ammoniak ist einer der häufigsten Grundstoffe in der chemischen Industrie. Jährlich werden weltweit rund 180 Millionen Tonnen produziert und u.a. zu Düngemitteln in der Landwirtschaft verarbeitet oder in chemischen Prozessen eingesetzt. Ammoniak wird weltweit verschifft.

Um Ammoniak „grün“ zu machen, muss bei seiner Herstellung fossile Energie wie Erdgas durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen ersetzt werden. Ammoniak hat klare Vorteile gegenüber Wasserstoff, der in der gesamten Molekülkette verwendet wird: Es ist einfacher, effizienter und billiger zu lagern und zu transportieren.

 

(RWE/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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