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RWTH Aachen: Elektro-Lkw absolviert Testfahrt mit Wasserstoff

Ein E-Lkw der RWTH Aachen hat erfolgreich seine erste Probefahrt mit Wasserstoff absolviert. Damit habe das BMDV-geförderte Forschungsprojekt "SeLv" einen Meilenstein erreicht. Ziel ist die Entwicklung eines modularen Antriebsstrangs, der sich besonders für eine kosteneffiziente Serienfertigung eignet. Zudem wollen die Forschenden durch die Kombination von Batterieelektrizität und Brennstoffzelle mehr als 1.000 km Reichweite erzielen.

von | 08.01.24

Der Steigungshügel ist kein Problem für den Wasserstoff-E-Truck
© PEM RWTH Aachen
© PEM RWTH Aachen

08. Januar 2024 । Ein E-Lkw der RWTH Aachen hat erfolgreich seine erste Probefahrt mit Wasserstoff absolviert. Damit habe das BMDV-geförderte Forschungsprojekt „SeLv“ einen Meilenstein erreicht. Ziel ist die Entwicklung eines modularen Antriebsstrangs, der sich besonders für eine kosteneffiziente Serienfertigung eignet. Zudem wollen die Forschenden durch die Kombination von Batterieelektrizität und Brennstoffzelle mehr als 1.000 km Reichweite erzielen.

Seine erste Wasserstoff-Fahrt fuhr der E-Lkw der RWTH Aachen Mitte Dezember auf den Strecken des „Aldenhoven Testing Center“ im Kreis Düren. Nach Angaben der Universität sind dabei rund 500 km zurücklgelegt worden. Dabei habe der E-Truck unterschiedliche Herausforderungen bestanden, etwa auf der Bremsenstrecke, der Ovalbahn und dem Steigungshügel. Professor Achim Kampke, der Leiter des PEM, erklärt:

„Die Tests unter realen Bedingungen haben gezeigt, dass die Kombination aus batterieelektrischem Antriebsstrang und Brennstoffzellen-Wasserstoffsystem für Schwerlastkraftwagen funktioniert. Dabei haben wir nach grundlegenden Funktionen wie Bremsen und Lenkung das Wasserstoffsystem und das Thermomanagement erfolgreich geprüft.“

Im Oktober 2022 hatte der Lehrstuhl den Prototypen zum ersten Mal vorgestellt – damals noch rein batterieelektrisch. Mit Hilfe des nun implementierten Brennstoffzellensystems sowie eines prädiktiven Energiemanagements soll der Elektro-Lkw künftig Strecken von über 1.000 km bewältigen können.

 

Ziel: 1.000 km Reichweite

© PEM RWTH Aachen

Auch der Ovalbahn-Check lief reibungslos (Quelle: PEM)

Der modulare Antriebsstrang des Fahrzeugs soll je nach Bedarf individuelle Konfigurationen ermöglichen. Bei seiner Entwicklung stehe dabei die Industrialisierung der Produktionsprozesse im Vordergrund. Damit wollen die Forschenden unter anderem stückzahlenbasierte Kostenvorteile in der Herstellung realisieren. Diese sind einer jüngsten Studie des DWV zufolge entscheidend, um der Brennstoffzellenmobilität flächendeckend zum Durchbruch zu verhelfen.

Das auf mehr als vier Jahre anberaumte Projekt „Schwere Lastkraftwagen für die emissionsfreie Logistik im Schwerlastverkehr mittels Elektrifizierungsbaukasten und wirtschaftlichem Produktionssystem“ (SeLv) läuft noch läuft noch bis Ende 2024. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert es als Teil seiner Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) mit rund 16,9 Mio. €, Koordinatorin ist die NOW GmbH. Ein Hauptziel des Projektes ist es, stückzahlenbasierte Kostenvorteile bei der Herstellung zu erzielen.

(Quelle: PEM RWTH Aachen)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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