Das Projektkonsortium hat Anfang August nach zweijähriger Laufzeit das vom Klima- und Energiefonds geförderte Projekt ZEMoS abgeschlossen. Dabei untersuchten die Partner Optimierungsmöglichkeiten für den kombinierten Einsatz von Wasserstoff- und Elektrobussen im öffentlichen Nahverkehr. Ein zentrales Ergebnis des Projekts war die Entwicklung von Modellen und Algorithmen für den optimierten Betrieb gemischter Busflotten, die sowohl batterieelektrische als auch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge berücksichtigen. Eine Bedarfsanalyse für schwere Wasserstoff-Nutzfahrzeuge ergänzte die Arbeiten.
Innerhalb des ZEMoS-Projekts absolvierte ein Wasserstoffbus einen Demobetrieb unter realen Bedingungen. Zusätzlich testeten die Projektpartner eine mobile Wasserstofftankstelle im praktischen Einsatz. Die mobile Tankstellenlösung ermöglicht den flexiblen Einsatz von Wasserstoffbussen ohne aufwändige Infrastrukturinvestitionen.
Die Tests bestätigten die technische Umsetzbarkeit der entwickelten Konzepte unter realen Bedingungen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in die Algorithmusentwicklung für optimierte Flottensteuerung einfließen.
Algorithmen für gemischte Flotten verfügbar
Die Projektdaten ermöglichen die Bereitstellung von Optimierungsalgorithmen für den Betrieb gemischter Busflotten. Georg Kerbl, Projektleiter der Salzburg AG, sieht in den Ergebnissen eine „wertvolle Entscheidungsgrundlagen für den Ausbau emissionsfreier Technologien im öffentlichen Verkehr”.
Die entwickelten Modelle berücksichtigen die spezifischen Anforderungen im urbanen und alpinen Raum. Wasserstoff kann als vielseitiger Energieträger bei längeren Strecken und schweren Fahrzeugen Vorteile gegenüber batterieelektrischen Antrieben bieten.
Das ZEMoS-Projekt soll die technische Grundlage für den weiteren Ausbau emissionsfreier Mobilität in Salzburg schaffen. Die getesteten Konzepte und Algorithmen stehen für zukünftige Projekte zur Verfügung.
Emissionsfreie Busse sparen über 500 Tonnen CO2 ein
Der Salzburger Verkehrsverbund setzte während der Projektlaufzeit von April 2023 bis Februar 2025 neben dem Wasserstoffbus auch 21 neue Elektrobusse ein. Die Fahrzeuge verkehrten auf zehn Linien im Bundesland Salzburg. Die EBIN-Förderung des Bundes unterstützte die Beschaffung.
Die E-Bus-Flotte legte 584.000 Fahrzeugkilometer zurück. Dies entspricht einer CO₂-Einsparung von 510 Tonnen gegenüber konventionellen Dieselbussen. Johannes Gfrerer, Geschäftsführer des Salzburger Verkehrsverbunds, bezeichnet dies als „richtungsweisenden Schritt zur nachhaltigen Mobilität”.







