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Salzgitter kauft grünen Strom zur Wasserstoffproduktion

Die Salzgitter Flachstahl GmbH hat ein Power-Purchase-Agreement (PPA) mit der der Energiesysteme Groß GmbH & Co. KG und dem Agrarbetrieb Gut Merbitz abgeschlossen. Ab Anfang 2025 will die Salzgitter AG grünen Strom von einem neuen PV Projekt in Wettin-Löbejün beziehen, der ab 2026 zur Produktion von grünem Wasserstoff zum Einsatz kommen soll.

von | 14.03.24

Solarpark der Energiesysteme Groß GmbH & CO.KG in Eschwege
© Energiesysteme Groß GmbH & Co. KG
Strom

14. März 2024 | Die Salzgitter Flachstahl GmbH hat ein Power-Purchase-Agreement (PPA) mit der der Energiesysteme Groß GmbH & Co. KG und dem Agrarbetrieb Gut Merbitz abgeschlossen. Ab Anfang 2025 will die Salzgitter AG grünen Strom von einem neuen PV Projekt in Wettin-Löbejün beziehen, der ab 2026 zur Produktion von grünem Wasserstoff zum Einsatz kommen soll.

Grüner Stahl braucht grünen Wasserstoff, der wiederum grünen Strom braucht. Diesen sichert sich die Salzgitter AG nun aus mehreren Quellen. Letzte Woche schloss die Salzgitter Flachstahl GmbH einen Grünstromliefervertrag (PPA) mit der IG Merbitz Solar GmbH ab, der Projektgesellschaft des PV-Kraftwerkes in Merbitz bei Halle an der Saale. Dies meldete der Stahlproduktion am vergangenen Donnerstag (7. März).

Der Strom soll ab Januar 2025 aus einer derzeit im Aufbau befindlichen PV-Anlage am Standort Merbitz kommen. Mit seiner Hilfe will Salzgitter ab 2026 „nahezu CO2-freien Stahl“ produzieren, so Ralph Schaper, Leiter Energiewirtschaft, Salzgitter Flachstahl GmbH.

Konkret habe sich Salzgitter für 10 Jahre zu einem Festpreis die Lieferung von rund 71 MWh/a gesichert. Darüber hinaus bestehe die Option, den Strom vor Ort zwischenzuspeichern.

Grüner Strom für Wasserstoffproduktion im Stahlwerk

Der Grünstrom soll im Rahmen des Programms SALCOS® – Salzgitter Low CO2 Steelmaking zum Einsatz kommen. Bis es soweit ist, soll er einen Teil des „normalen Strom-Beschaffungsportfolios“ von Salzgitter Flachstahl abdecken. Langfristig werde Salzgitter ihn dann für die Produktion von grünem Wasserstoff zur Roheisenproduktion nutzen.

Laut Curd von Lenthe, einem der Geschäftsführer der IG Merbitz Solar GmbH, nehme der beteiligte Landwirtschaftsbetrieb „aus grundsätzlicher Überzeugung“ an dem Projekt teil. Zudem sei die Bereitstellung der Flächen für den Solarpark „ein weiteres wirtschaftliches Standbein zur Absicherung seiner langfristigen Existenz“.

Die DRI-Anlage zur Produktion von Roheisen aus grünem Wasserstoff ist seit Anfang Dezember 2023 im Bau. Den ersten Teil will Salzgitter in diesem Jahr fertigstellen.

(Quelle: Salzgitter AG/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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