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Saudi-Arabien und Deutschland planen Korridor für grünes Ammoniak

Im Februar 2026 wurde ein Memorandum of Understanding (MoU) vereinbart, das die Lieferung von grünem Ammoniak aus Saudi-Arabien nach Deutschland vorsieht. In Deutschland soll das Gas in grünen Wasserstoff umgewandelt und in das H2-Kernnetz eingespeist werden. Die für das Projekt geplante saudische Produktionsstätte soll im Jahr 2030 in Betrieb genommen werden.

von | 20.02.26

Hauptsitz der VNG AG in Leipzig
© VNG AG / Jeibmann Photografik
Saudi-Arabien und Deutschland planen Korridor für grünes Ammoniak

In der saudischen Hauptstadt Riad wurde Anfang Februar 2026 ein MoU vereinbart. Die Vereinbarung sieht den Aufbau eines Lieferkorridors für grünes Ammoniak von Saudi-Arabien nach Deutschland vor. Unterzeichnet wurde das MoU von dem Kraftwerksentwickler ACWA Power, dem Energieunternehmen EnBW Energie Baden-Württemberg AG, dem Hafenbetreiber Rostock Port GmbH sowie dem Energieversorger VNG AG.

Sowohl der saudische Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman als auch die deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche nahmen an der Unterzeichnung teil.

Lieferung von Yanbu nach Rostock

Das grüne Ammoniak soll vom geplanten Produktionsstandort für grünen Wasserstoff und Ammoniak in Yanbu zum Hafen in Rostock transportiert werden. Entwickelt wird die saudische Produktionsstätte unter der Leitung von ACWA Power sowie mit Unterstützung von EnBW.

Im Anschluss an die Produktion soll EnBW das Ammoniak aus Yanbu abnehmen und die Lieferung bis zum Hafen in Rostock koordinieren. In der Nähe des Hafens plant VNG dann einen Ammoniak-Cracker zu errichten. Dieser soll das importierte Ammoniak in grünen Wasserstoff umwandeln. Der Wasserstoff soll anschließend in das deutsche H2-Kernnetz eingespeist werden.

Inbetriebnahme im Jahr 2030

Die Inbetriebnahme der Produktionsstätte in Yanbu ist für das Jahr 2030 vorgesehen. Die Front-End-Engineering-Design-Studie (FEED) für die Prozessanlagen soll nach Unternehmensangaben bis Mitte 2026 abgeschlossen werden. Im Rahmen einer FEED-Studie werden unter anderem die wirtschaftliche und technische Machbarkeit eines Vorhabens bewertet.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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