Die feierliche Eröffnung der Wasserstofftankstelle fand am 12. September statt. An dem Tag startete auch der Testbetrieb der Wasserstofftankstelle. Im Vollbetrieb soll die HY.Kiel-Anlage bis zu 20 Wasserstoff-Lkws, 5 -Busse und 10 -Pkws versorgen. Dies entspricht einer emissionsfreien Gesamtreichweite von 26.500 Kilometern pro Tag und spart 2.000 Tonnen CO₂ jährlich ein. Das Projekt ist skalierbar und kann bei Bedarf erweitert werden, heißt es von GP Joule, die das Projekt mitinitiiert hat.
Das Bundesministerium für Verkehr hat das Projekt HY.Kiel im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit 5,5 Millionen Euro gefördert. Zusätzliche Mittel stammen aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF). Private Anleger können über die GP Joule Invest Crowd ab 250 Euro in das Projekt investieren.
Die Autokraft, eine DB Regio Bus Nord-Tochter, plant den Einsatz von zwei Brennstoffzellenbussen im ÖPNV des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Weitere regionale Logistik- und Gewerbeunternehmen haben Interesse an wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen bekundet.

Ministerpräsident Daniel Günther eröffnet Wasserstofftankstelle von HY.Kiel (© GP Joule)
Erfolgreiches eFarm-Projekt als Blaupause
Das HY.Kiel-Projekt basiert auf dem eFarm-Projekt in Nordfriesland. GP Joule betreibt dort bereits seit Jahren mehrere Produktionsanlagen und zwei Tankstellen. Das mehrfach preisgekrönte Nordfriesland-Projekt wird demnächst um zehn Busse erweitert. Es diente als Vorlage für die Kieler Anlage.
GP Joule fungiert auch bei HY.Kiel als Initiator. Die Geschäftsführer Axel Niesing, Dr. Thorben Hänel-Muhs und André Steinau leiten das Projekt.










