Serienproduktion maritimer Brennstoffzellen startet in Norwegen

Das norwegische Unternehmen Teco 2030 hat ein neues Brennstoffzellensystem auf den Markt gebracht, das eine besonders hohe Leistungsdichte aufweisen soll. Dadurch sei es ideal zum Einsatz in der Schifffahrt und bei anderen Schwerlastanwendungen geeignet. Die Stack-Produktion in einer "Giga-Produktionsanlage" in Narvik habe bereits begonnen.

von | 19.10.23

TECO 2030 wurde 2019 gegründet und bietet neben Brennstoffzellen auch Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sowie Abgasreinigungssysteme an
Quelle: TECO 2030
TECO Brennstoffzelle

19. Oktober 2023 | Das norwegische Unternehmen Teco 2030 hat ein neues Brennstoffzellensystem auf den Markt gebracht, das eine besonders hohe Leistungsdichte aufweisen soll. Dadurch sei es ideal zum Einsatz in der Schifffahrt und anderen Schwerlastanwendungen geeignet. Die Stack-Produktion in der „Giga-Produktionsanlage“ in Narvik habe bereits begonnen.

TECO 2030 FCM 400 Brennstoffzelle

Die FCM400 Brennstoffzelle (Quelle: TECO 2030)

Teco sei dabei im norwegischen Narvik Europas erste „Giga-Produktionsanlage“ für PEM-Brennstoffzellen-Stacks und -module zu errichten. Die Produktion der Stacks habe bereits beginnen; für die nächsten Monater erwartet das Unternehmen auch den Beginn der Modulproduktion.

Die Brennstoffzelle FCM400 verfügt über eine Leistung von 400 kW und ist nach Herstellerangaben skalierbar. So soll sie auch Anwendungen mit Strombedarf im Multimegawattbereich versorgen können. Die Brennstoffzelle habe damit die bislang höchste Energiedichte, also den geringsten Platzbedarf bei der Leistungsabgabe pro Volumeneinheit. Damit eigne sich die Brennstoffzelle vor allem für Anwendungen, an denen ein hoher Energiebedarf herrsche und totzdem wenig Platz zur Verfügung stehe – beispielsweise an Bord eines Schiffes, ist die Energiedichte von zentraler Bedeutung.

Das norwegische Unternehmen hatte bereits Ende 2022 bekannt gegeben, dass es gemeinsam mit AVL ein Brennstoffzellensystem entwickelt habe. Das Modul mit dem Namen FCM400 hat bereits die grundsätzliche Zulassung von der DNV erhalten und durchläuft derzeit das Typenzulassungsverfahren für Anwendungen im Schiffs- und Schwerlastbereich.

„Inhärentes Sicherheitskonzept“

Als Vorzüge des neuen Systems nennt Teco das Sicherheitskonzept, das Komponentendesign und die Langlebigkeit. Zudem verfüge die Brennstoffzelle über ein schnelles dynamisches Lastverhalten, durch dass sie schnell auf Änderungen des Energiebedarfs reagieren kann.

„Unsere Lösung ist ein standardisiertes und vollständig anpassbares Brennstoffzellensystem, das in verschiedenen Anwendungen wie Schiffshaupt- oder -hilfsmotoren, Baustellen, stationären Landstromanwendungen und anderen energieintensiven Anwendungen eingesetzt werden kann”, so Tore Enger, Group CEO bei Teco 2030.

Das Brennstoffzellensystem wurde mit einem inhärenten Sicherheitskonzept entwickelt, bei dem die Konstruktion und der Betrieb potenzielle Gefahren minimieren. Bestandteile sind eine Entlüftungsvorrichtung, zertifizierte Komponenten sowie Containment-Systeme.

Zur FCM 400 Broschüre

 

(Quelle: TECO Electric & Machinery Co., Ltd./2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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