Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Shell feiert Richtfest für 100-MW-PEM-Elektrolyseur in Wesseling

Am 5. März hat Shell gemeinsam mit den Projektpartnern das Richtfest für den neuen 100-MW-Elektrolyseur in Wesseling gefeiert. Die Inbetriebnahme der Anlage im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland ist für das Jahr 2027 geplant. Dann soll der Elektrolyseur jährlich bis zu 16.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren – abhängig von der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien.

von | 13.03.26

REFHYNE 2 ist zehnmal so leistungsstark wie der Vorgänger REFHYNE 1
© Shell
Shell feiert Richtfest für 100-MW-PEM-Elektrolyseur in Wesseling

An dem Bau des PEM-Elektrolyseurs sind neben Shell die Unternehmen ITM Power, Linde, Tecnalia, ERM, Sintef AS und Concawe. Neben den Unternehmensvertretern nahm auch NRW-Staatssekretär Paul Höller (Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie) an der Feier im südlichen Werksteil Wesseling teil. Er betonte, grüner Wasserstoff in der Industrie sei in Nordrhein-Westfalen bereits Realität. Außerdem stärke der Elektrolyseur die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Chemieindustrie.

Das Vorhaben trägt die Bezeichnung REFHYNE 2 und wird im Rahmen des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 gefördert.

Der neue 100-MW-Elektrolyseur ergänzt die seit 2021 in Betrieb befindliche 10-MW-Pilotanlage REFHYNE 1. Gemeinsam decken beide Anlagen künftig rund zehn Prozent des jährlichen Wasserstoffbedarfs der Produktionsprozesse am Standort ab.

REFHYNE 1 ging im Juli 2021 in Betrieb und war zu diesem Zeitpunkt der größte PEM-Elektrolyseur Europas. Die Anlage produziert rund 1.300 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr.

Der grüne Wasserstoff fließt vollständig in Raffinerieprozesse ein und soll den aktuell verwendeten fossilen Wasserstoff ersetzen. Er wird unter anderem für die Entschwefelung konventioneller Kraftstoffe genutzt. Die Umstellung senkt den CO₂-Fußabdruck der daraus hergestellten Produkte. Jens Müller-Belau, Energy Transition Manager und Mitglied der Geschäftsführung der Deutsche Shell Holding GmbH, verwies auf das Netto-Null-Ziel von Shell bis 2050.

Transformation des Rheinlands

Jan-Peter Groot Wassink, Vice President und Standortleiter des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland, erklärte, der Werksteil Wesseling biete die infrastrukturellen Voraussetzungen, um die neue Anlage in den laufenden Produktionsbetrieb zu integrieren. Der Mineralölkonzern verfolge die Strategie, Anlage für Anlage und Produkt für Produkt auf CO₂-ärmere Alternativen umzustellen.

Der Chemiepark Rheinland gehört zu den größten Raffinerie- und Chemiestandorten in Deutschland. Das Richtfest markiert einen Meilenstein im laufenden Umbau des Standorts hin zu einer Produktion mit niedrigerem CO₂-Ausstoß.

 

(Quelle: Shell/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Marktabfrage zum Bedarf von H2-Speicherkapazitäten gestartet
Marktabfrage zum Bedarf von H2-Speicherkapazitäten gestartet

Am 14. April hat der Interessenverband Initiative Energien Speichern e.V. (INES) mit der Marktabfrage MAHS (Market Assessment for Hydrogen Storage) begonnen. Ziel ist es, erneut den Bedarf an Wasserstoffspeicherkapazitäten in Deutschland zu erheben. Die Ergebnisse sollen als Basis für Investitionsentscheidungen sowie die Gestaltung von Markt- und Regulierungsbedingungen dienen.

mehr lesen
Straßentests für Lkw mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor gestartet
Straßentests für Lkw mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor gestartet

Volvo Group Trucks Central Europe GmbH (Volvo Trucks) hat Anfang April mit Straßentests von schweren Lkw begonnen, die mit wasserstoffbasierten Verbrennungsmotoren fahren. Durch den Einsatz einer High Pressure Direct Injection (HPDI) sollen unter anderem Energieeffizienz sowie Motorleistung ausgebaut werden. Die Markteinführung ist nach Angaben des Lkw-Herstellerunternehmens noch vor 2030 vorgesehen.

mehr lesen
FNBs verbinden niederländische und belgische Wasserstoffinfrastruktur
FNBs verbinden niederländische und belgische Wasserstoffinfrastruktur

Gasunie-Tochter Hynetwork und der belgische Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) Fluxys Hydrogen haben ein Joint Development Agreement (JDA) für eine grenzüberschreitende Wasserstoffleitung unterzeichnet. Die Verbindung zwischen den Niederlanden und Belgien soll bis etwa 2030 in Betrieb gehen. Wo möglich, wollen die beiden Unternehmen bestehende Erdgasleitungen für den Transport von Wasserstoff umrüsten.

mehr lesen

H2 Talk

„Explosionsschutz ist eine Schlüsseltechnologie für die Wasserstoffwirtschaft“
„International sehen wir ein enormes Wachstumspotenzial im Wasserstoffmarkt“
„Kommunen spielen eine Schlüsselrolle beim Wasserstoffhochlauf“

Publikationen

Power-to-Gas

Power-to-Gas

Erscheinungsjahr: 2020

Das Fachbuch fasst aktuelles Wissen zu Power-to-Gas zusammen und bereitet es für Ingenieure der Energie- und Gasversorgung auf. Es wird die gesamte Wertschöpfungskette vom bereitgestellten Strom über die Erzeugung von Wasserstoff und die Integration ...

Zum Produkt

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Autor: Raphael Niepelt, Rolf Brendel

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Transformation und Defossilierung des Energiesystems. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat sich die Politik klar zu grünem Wasserstoff bekannt, wobei der Bedarf vor allem über Importe aus ...

Zum Produkt