An dem Bau des PEM-Elektrolyseurs sind neben Shell die Unternehmen ITM Power, Linde, Tecnalia, ERM, Sintef AS und Concawe. Neben den Unternehmensvertretern nahm auch NRW-Staatssekretär Paul Höller (Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie) an der Feier im südlichen Werksteil Wesseling teil. Er betonte, grüner Wasserstoff in der Industrie sei in Nordrhein-Westfalen bereits Realität. Außerdem stärke der Elektrolyseur die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Chemieindustrie.
Das Vorhaben trägt die Bezeichnung REFHYNE 2 und wird im Rahmen des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 gefördert.
Der neue 100-MW-Elektrolyseur ergänzt die seit 2021 in Betrieb befindliche 10-MW-Pilotanlage REFHYNE 1. Gemeinsam decken beide Anlagen künftig rund zehn Prozent des jährlichen Wasserstoffbedarfs der Produktionsprozesse am Standort ab.
REFHYNE 1 ging im Juli 2021 in Betrieb und war zu diesem Zeitpunkt der größte PEM-Elektrolyseur Europas. Die Anlage produziert rund 1.300 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr.
Der grüne Wasserstoff fließt vollständig in Raffinerieprozesse ein und soll den aktuell verwendeten fossilen Wasserstoff ersetzen. Er wird unter anderem für die Entschwefelung konventioneller Kraftstoffe genutzt. Die Umstellung senkt den CO₂-Fußabdruck der daraus hergestellten Produkte. Jens Müller-Belau, Energy Transition Manager und Mitglied der Geschäftsführung der Deutsche Shell Holding GmbH, verwies auf das Netto-Null-Ziel von Shell bis 2050.
Transformation des Rheinlands
Jan-Peter Groot Wassink, Vice President und Standortleiter des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland, erklärte, der Werksteil Wesseling biete die infrastrukturellen Voraussetzungen, um die neue Anlage in den laufenden Produktionsbetrieb zu integrieren. Der Mineralölkonzern verfolge die Strategie, Anlage für Anlage und Produkt für Produkt auf CO₂-ärmere Alternativen umzustellen.
Der Chemiepark Rheinland gehört zu den größten Raffinerie- und Chemiestandorten in Deutschland. Das Richtfest markiert einen Meilenstein im laufenden Umbau des Standorts hin zu einer Produktion mit niedrigerem CO₂-Ausstoß.









