Siemens Energy hat angekündigt, seinen Geschäftsbereich Transformation of Industry in ein unabhängiges Unternehmen auszugliedern. Das Energietechnologie-Unternehmen will dabei eine Minderheitsbeteiligung behalten.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Bereich mit rund 17.000 Beschäftigten einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro bei einer Gewinnmarge von 11,3 Prozent.
Portfolio umfasst Elektrolyseure und Turbinen
Der Geschäftsbereich liefert Technologien für die Dekarbonisierung und Effizienzsteigerung industrieller Anlagen und Prozesse. Das Portfolio umfasst unter anderem Industriedampfturbinen, Elektrolyseure für die Wasserstoffproduktion sowie Technologien für Schifffahrt und Unterwasseranwendungen. Der Serviceanteil liegt nach eigenen Angaben bei rund 50 Prozent des Gesamtumsatzes. Bislang wurden mehr als 85.000 Einheiten weltweit installiert.
Zu den größten deutschen Fertigungsstandorten des Geschäftsbereichs zählen Duisburg mit rund 1.500 Beschäftigten, Erlangen mit 700 sowie Görlitz mit rund 650 Beschäftigten. Weitere Standorte befinden sich unter anderem in Europa, den USA, Indien und Brasilien.
Geschäft soll unter Marke Omterra weitergeführt werden
Dr.-Ing. Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender von Siemens Energy, erklärte, Transformation of Industry habe sich erfolgreich entwickelt und sei heute ein profitables Geschäft mit hohem Wachstum. Ohne strukturelle Veränderung würden laut Bruch die Möglichkeiten des Bereichs allerdings begrenzt, da der Investitionsschwerpunkt von Siemens Energy auf Stromerzeugung und -übertragung liege; Bereiche, die kurzfristig höhere Erträge erzielen.
Transformation of Industry profitiere laut Unternehmensangaben jedoch von langfristigen Wachstumstrends in Bereichen wie Energieeffizienz, Elektrifizierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung. Zudem konkurriere der Geschäftsbereich in der derzeitigen Konzernstruktur bei Investitionen mit Bereichen, die schneller wachsen würden. Darüber hinaus bediene Transformation of Industry größtenteils andere Märkte als die übrigen Geschäfte von Siemens Energy, die beispielsweise Öl, Papier und Zement umfassen. Diese Faktoren nennt Siemens Energy als Gründe für die geplante Verselbstständigung.
Nach der Einführung der künftigen Marke Omterra soll das auszugliedernde Geschäft zunächst unter dieser Marke auftreten.








